Am 8. August ist es wieder so weit: Auf dem Kirchplatz in Winterthur steigt im Rahmen der Musikfestwochen das grosse Band-it Finale. Schon seit über 30 Jahren bietet dieser Musik-Contest jungen Musiker:innen aus dem Kanton Zürich eine professionelle Bühne für alle Musikstile. Egal ob Indie, Jazz oder Pop – beim Band-it ist für jede und jeden etwas mit dabei. Über die letzten Wochen haben sich mehrere Dutzend Bands aus dem ganzen Kanton bewiesen und nur die Besten konnten sich einen Platz für das grosse Finale ergattern.
Das Band-it ist nicht nur ein Wettbewerb oder ein Förderprogramm: Wer dabei ist, fühlt sich wirklich wie bei einem richtigen Konzert mit verschiedenen Acts. Über die vergangenen Jahre haben schon Musiktalente teilgenommen, die danach richtig berühmt wurden.
Doch das Band-it lebt nicht nur von der Musik auf der Bühne, sondern auch von den Stimmen zwischen den Acts – den Moderator:innen. Sie durchlaufen einen eigenen Workshop und dürfen sich, genau wie die Musiker:innen, für die grosse Finalmoderation qualifizieren. Eine von ihnen ist Anna. Sie moderiert dieses Jahr das Finale und erzählt im Interview, wie sie zum Band-it gefunden hat, was das Festival von anderen Events unterscheidet und was sie sich vom Publikum wünscht.
Stell dich bitte kurz vor.
Vor dem Band-it habe ich noch nie wirklich etwas mit der Moderation zu tun gehabt – meine gesamte Bühnenerfahrung habe ich bisher im Schauspiel gesammelt. Wegen meiner Lehre als Fachfrau Gesundheit (FaGE) hatte ich dann einige Monate lang keine Zeit mehr für dieses Hobby. Irgendwann habe ich dann online Werbung für die Band-it Moderation gesehen und dachte mir: «Das möchte ich machen!»

Wie bist du zur Finalmoderation gekommen?
Als ich mich für die Moderation angemeldet habe, dachte ich mir zuerst, das sei nur ein Workshop. Erst an diesem Moderationstreffen habe ich erfahren, dass wir die Qualifikationen moderieren können. Über die Qualifikationen hinweg entschied dann das Band-it Team, welche Moderator:innen sich für die Finalmoderation besonders eignen könnten. Bereits an den Qualifikationen merkte ich, wie viel Spass mir das Moderieren macht. Als ich Bescheid erhielt, dass ich das Finale moderieren darf, war die Freude dementsprechend riesig.
Was waren deine Erfahrungen an den Qualifikationen?
Ich durfte zwei Qualifikationen moderieren: einmal am Openair Oberrieden und einmal im Moods. Die Location in Oberrieden war so toll. Die Aussicht war wunderschön und so ein Openair ist halt einfach nochmal etwas anderes. Vor allem stand ich da auch auf einer richtig grossen Bühne. In Moods hingegen war ich viel näher am Publikum dran, was halt eine völlig andere Erfahrung ist. Gerade bei meiner ersten Moderation war ich nervös, weil ich durchs Schauspiel eher gewohnt bin, in eine Rolle zu schlüpfen. Beim Moderieren musste ich lernen, lockerer und vor allem authentisch zu sein.
Was macht das Band-it für dich besonders im Vergleich zu anderen Events?
Einzigartig ist für mich, dass das ganze Team über alle Altersgruppen hinweg zusammenarbeitet – von der jüngsten Moderatorin mit 14 Jahren bis zu den Leitern des Band-it Teams, die schon viel älter sind. Trotzdem ist man auf Augenhöhe und vor allem erhalten wir immer grosse Unterstützung. So wie die Acts vom Feedback der Jury profitieren, profitieren wir von der Moderation vom Feedback unserer Coaches. Ich spüre richtig, wie sie uns helfen wollen weiterzukommen.

Wie reagierst du, wenn auf der Bühne etwas Ungeplantes passiert?
Dann heisst es improvisieren. Wenn mir ein Fehler passiert, gebe ich das lieber offen zu, statt so zu tun, als wäre nichts gewesen. Bei einer Qualifikation habe ich fast meine Notizen fallen lassen. Statt das aber irgendwie zu überspielen, habe ich es offen zugegeben: «Ups, da habe ich fast meine Notizen verloren.» Das Publikum hat dann nur gelacht und genau diese Authentizität macht eine gute Moderation aus.
Wie bereitest du dich konkret auf eine Moderation vor?
Ich schreibe meine Moderation zuerst komplett aus, arbeite dann aber lieber mit Stichworten statt mit einem fixen Text – das wirkt auf der Bühne natürlicher.
Gibt es Momente beim Band-it, die dir besonders im Kopf geblieben sind?
Ja, an der Quali im Moods war das Publikum einfach unglaublich. Eine Schüler:innenband hat da richtig alles gegeben und das ganze Publikum im Saal mitgerissen. Genauso eine Stimmung und eine Crowd, die wirklich mitgeht, wünsche ich mir auch fürs Finale.
Hat das Band-it deinen Musikgeschmack beeinflusst?
Auf jeden Fall. Ich habe an den Qualis sehr viele Bands gehört – 47 Acts gab es insgesamt. Unglaubliche Talente waren dabei. Ich bin selbst grosse Liebhaberin von deutschem Indie, aber am Band-it wurde auch viel Jazz gespielt. Alten Jazz mag ich eigentlich nicht so, aber die neueren Sachen haben mir richtig gefallen.
Was ist dein wertvollster Tipp, um gut zu moderieren?
Gut durchatmen. Und dir selber sagen, dass du das kannst – es gibt einen Grund, warum du da auf dieser Bühne stehst. Du wurdest von diesem Team ausgewählt und darfst auch stolz darauf sein.
Beschreib das Band-it Finale in drei Worten.
Aufregend, groovig und … – Party!
Egal ob auf der Bühne, am Mikrofon oder mittendrin im Publikum: Anna zeigt, dass das Band-it weit mehr ist als ein Musikwettbewerb. Es ist ein Ort, an dem junge Menschen aus dem ganzen Kanton Zürich – egal ob Musiker:innen oder Moderator:innen – Bühnenluft schnuppern, sich ausprobieren und über sich hinauswachsen können.
Komm auch du ans diesjährige Band-it Finale und geniess die Musik der jungen Nachwuchstalente.
📌 Ort: Kirchplatz, 8400 Winterthur
📆 Datum: 8. August 2026
⏰ Zeit: 14:00 – 19:30
🎫 Eintritt: gratis
Die Bilder in diesem Artikel stammen von Seraina Hirt.





















