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Carolina Mazacek

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Im Wort Bookstar kommt das Wort Buch vor. Das bedeutet, dass es etwas mit Büchern zu tun haben muss, oder? Richtig erraten – ein Superevent für Leseratten. Ihr könnt eure Meinung zu Büchern abgeben und ihr beeinflusst, welches Buch die Auszeichnung Bookstar gewinnt. (Nicht-Leser nicht fliehen, lest den Artikel zu Ende 😊).

Bookstar 2022

Bookstar ist ein Preis, wo man als Leser und Leserin nominierte Bücher bewerten kann. Dieses Jahr sind zum Beispiel die bekannten Autorinnen Urusula Poznanski (Thalamus) und Angie Thomas (The Hate u give) sowie andere Autoren nominiert worden. Insgesamt wurden 20 Bücher nominiert, die ihr bis 30. September bewerten könnt. Mit der Registrierung und mindestens mit einer Bewertung seid ihr beim Wettbewerb dabei, wo ihr einen Hauptpreis von 250.- Franken sowie je zwei Mediengutscheine in Wert von 100.- und 50.- gewinnen könnt.

Die 20 nominierte Bücher

Am Ende des Events wird das am besten bewertete Buch zum BOOKSTAR gekrönt und es bekommt den goldenen Bookstar-Stempel. Weiter wird die KIM-Auszeichnung vergeben, die von einer Jury von Erwachsenen vergeben wird. Die Personen, die beim Bewerten mitgemacht haben, werden per Los gezogen.

Jetzt seid ihr dran. Auf der Homepage von Bookstar könnt ihr zu den Büchern Eure Meinung geben, nachdem ihr sie gelesen habt. Egal ob ihr wenig liest, schaut mal rein. Dieses Jahr ist Bookstar zum ersten Mal unser Partner wofür wir danken. In naher Zukunft werden wir euch ein paar der Bücher vorstellen.

Bildquellen

In einem schönen gemütlichen Café in Prag rede ich mit einer netten Frau, die das Ellis van Creveld Syndrom hat. Ein paar von euch haben bestimmt nur Bahnhof verstanden, als ihr das Syndrom gelesen habt. Da ich dasselbe gedacht habe, habe ich mit ihr ein Interview gemacht. Wir haben das Gespräch auf Tschechisch geführt und ich habe es auf Deutsch übersetzt. Ich hoffe, dass dieses Interview zum Thema Ellis-van-Creveld-Syndrom euch bereichern wird.

Crash-Kurs über das Ellis-van-Creveld-Syndrom

Die Abkürzung dieses Syndroms ist EVC. Es ist eine nicht heilbare Krankheit, die vererbbar ist, dabei aber Generationen überspringen kann. Ein Mensch, der dieses Syndrom hat, hat Vielfingrigkeit, kurze Rippen, angeborene Herzfehler und ist kleinwüchsig. Doch es kann variieren. Meistens haben Betroffene neben den kleinen Finger einen sechsten Finger. Dieses Syndrom hat keinen Einfluss auf das Gehirn, das bedeutet sie können normal denken. Da dieses Syndrom extrem selten ist, wurden nur 150 Fälle dokumentiert. Nur 1 von 60’000 Neugeborenen hat dieses Syndrom. Und jetzt zum Interview.

Ich freue mich sehr, dass ich mit Ihnen über Ihre Beeinträchtigung reden darf.

Ich danke auch.

Stellen Sie sich bitte für die Leserschaft schnell vor.

Ich heisse Marie Sikorova, bin 39 Jahre alt und wohne in Ostrava (in der nordöstlichen Ecke von Tschechien). Ich bin verheiratet und habe einen Sohn.

Wie hat sich das Syndrom bei Ihnen ausgebildet?

Als ich geboren wurde, wusste man auf den ersten Blick, dass ich anders bin. Ich hatte an beiden Händen sechs Finger. Der sechste Finger wurde wegoperiert. Mein Oberkörper war gut, aber meine Arme und Beine waren verkürzt. Zudem habe ich deformierte Zehen. Das heisst, die Zehen liegen übereinandern. Aktuell bin ich gleich gross wie ein Viertklässler.

Eine ziemlich normale Kindheit

Da meine Arme und Beine verkürzt sind, kann ich nicht lange sitzen oder stehen, dann bekomme ich Schmerzen an der Wirbelsäure. Wenn ich meinen Körper überanstrenge, lande ich im Rollstuhl. Ich bin fast vierzig und meine Gelenke sind wie die von einer 65-jährigen.

In welchem Umfeld sind Sie aufgewachsen?

Ich hatte nie das Gefühl, dass ich gemobbt wurde. Paarmal wurde ich von Kindern ausgelacht. Ich habe das aber nie ernst genommen und bin weiter gegangen. Die innere Einstellung, dass ich ein gesunder Mensch bin, ist wichtig, weil ich mich nie bemitleidet habe. Und so hat die Gesellschaft mich akzeptiert.

Wurden Sie schon von jemanden beleidigt?

Ich wurde viele Male von Ärzten beleidigt…

Wirklich?

Ja. Grundsätzlich hatten sie sich nicht korrekt verhalten oder wussten nicht, wie sie mich behandeln sollten. Deswegen ging ich in ein Krankenhaus, wo ich vor jungen Studenten einen Vortrag über diese Behinderung gemacht habe. Damit sie wissen, wie sie sich zu solchen Patienten benehmen sollen.

Weiter muss ich überall bei Fachleuten beweisen, dass ich keinen behinderten Intellekt habe. Ich habe nur einen behinderten Körper, aber mein Gehirn funktioniert normal.

Aber von fremden Menschen wurde ich nicht beleidigt. Das sind eher Bemerkungen, dass die Menschen nicht erkennen, dass ich erwachsen bin. Wenn sie mich sehen, dann haben sie schon fixiert, dass ich ein Kind sein muss. Aber eigentlich ist dies kein Problem.

Wie gehen Sie damit um, wenn Sie jemand fotografiert?

Ich habe über die Jahre hinweg gelernt, dass ich aufmerksam sein muss. Wenn ich jemanden sehe, der mich fotografiert, dann gehe ich zum ihm und frage, warum er mich fotografiert. Ich bin kein Tier, das man einfach so fotografieren kann.

Wie unterscheidet sich Ihr Alltag von einer Person, die diese Behinderung nicht hat?

Am Morgen brauche ich sofort Hilfe. Hilfe von meiner Familie und den Mitmenschen, weil alles, was ich zuhause habe, sehr hoch ist.

Wenn ich irgendwo hingehen will, brauche ich eine Begleitung. Zum Beispiel beim Aufhängen meines Mantels im Zug oder beim Treppensteigen. Die Höhe ist das Problem. Da ich klein bin, kann ich nicht überall hin.

Ein Vergleich zu ihrem 15-jährigen Sohn

Und wenn die Hilfe nicht da ist?

Ich versuche, leichte Sachen – zum Beispiel spazieren – selbständig zu machen. Aber wenn ich eine schwere Tasche tragen muss, muss sie jemand für mich tragen. In der Zukunft wird es schwerer sein, da man mit diesem Syndrom früher oder später auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Bei mir wird dies ungefähr in fünf bis zehn Jahren der Fall sein. Je älter ich werde, desto mehr werde ich Hilfe brauchen.

Fahren Sie Auto?

Ich kann kein Auto fahren, weil ich ein spezielles Lenkrad brauche. Doch ich habe eine Frau getroffen, die aus der Slowakei kommt und das gleiche Syndrom hat und tatsächlich Auto fährt. Ich kann Fahrrad und Trottinett fahren sowie Schlittschuhlaufen.

Wie ist die Arbeitswelt für Sie?

Früher habe ich im Kindergarten gearbeitet. Aber ich arbeite dort nicht mehr, weil meine Gesundheit es mir nicht mehr erlaubt.

Leider ist es schwer, eine Arbeit zu finden, denn mein Körper hat seine Grenzen; ich kann nicht lange sitzen und kann nicht viel laufen. Eine Organisation für Invalide wollte mich einstellen aber die Arbeit war für mich unmöglich. Ein Mensch mit einem Handicap muss fühlen, dass er gebraucht wird.

Leider gibt mir die Arbeit niemand, die für mich passt. Ich brauche eine Arbeit, die gut für mich ist und wo ich einen anständigen Lohn bekomme. Es ist einfach kompliziert.

Ich mache Weiterbildungen, um weiterhin unter Menschen zu sein und damit ich nicht auf der Stelle stehen bleibe. Ich versuche mich zu entwickeln, damit ich eine Arbeit finden kann. Ich probiere, nicht die ganze Zeit daran zu denken, dass mir etwas wehtut oder dass ich etwas nicht machen kann. Ich versuche mein Leben noch zu geniessen, bis es nicht mehr geht.

Was machen sie jetzt?

Ich mache seit 4 Jahren Aufklärung über Behinderungen. Zum Beispiel, wenn ein Kind im Bus fragt, warum ich so klein bin, erzähle ich etwas darüber. Manche Menschen wissen nicht, wie sie mit mir kommunizieren sollen. So rede ich offen darüber und biete der Gesellschaft an, dass sie keine Angst vor Leuten mit Handicap haben muss.

Die weissen 3D-Formen sind parat zum Bemalen.

Parallel zur Aufklärung mache ich bemalbare 3D-Bilder, die aus Gips und Wasser bestehen. Die Masse fülle ich in Silikon- oder Plastikformen. Zuletzt muss ich es noch so bearbeiten, dass es glatt ist. Diese 3D-Bilder fülle ich in Cornets rein, die ich entweder verkaufe oder verschenke.

So gehe ich mit diesen 3D-Bilder in Schulen, Kindergärten oder sogar in Altersheime, um über mein Handicap aufzuklären. Wenn ich dort bin, gebe ich jedem das Cornet persönlich und sage jedem, dass es einzigartig ist und es auf der Welt gebraucht wird. Die Kinder verstehen es noch nicht, aber es ist wichtig, dass es ihnen jemand sagt. In dieser Zeit, wenn Kinder die 3D-Bilder bemalen, rede ich über mich und über mein Syndrom.

Jetzt mache ich es wegen Corona online. In der Zukunft werde ich es auch online machen müssen, weil ich im Rollstuhl sein werde und ich nirgends hinfahren kann. Mit meiner Arbeit bringe ich dieses Syndrom mehr in die Öffentlichkeit. Diese Aufklärung ist eine Therapie für mich, denn ich fühle mich gebraucht. Aber auch für die Gesellschaft.

Leider hat die Sache einen Haken. Ich will es unentgeltlich machen, aber ich habe nicht genügend Geld und der Staat unterstützt mich nicht. Deswegen habe ich eine öffentliche Spendenaktion für die Aufklärung dieses Handicaps gestartet, wo man diese Arbeit unterstützen kann.

Vielen Dank für das interessante Gespräch.

Frau Síkorová war ein Gast im Podcast Zincast, wo sie auch ein Interview auf Tschechisch gemacht hat. Weiter hat sie eine eigene Website, wo ihr mehr über die Aufklärung erfahren und es unterstützen könnt.

Ps. Wie kam es dazu, dass ich dieses Interview geführt habe? Mein Bruder hat Marie Síkorová zufälligerweise gesehen und mit ihr geredet. Er hat mich angerufen, ob ich mit ihr ein Interview machen wolle. Sofort war ich begeistert und ich habe mich mit ihr verabredet.

Die Biene ist klein und doch stecken in ihr viele Wunder. Sie kann nicht nur Honig machen, sondern noch vieles mehr. Mehr als wir erwarten oder wie ich gerne sage: „Klein aber oho!“

Das Sehen

Die Bienen verarbeiten Farbreize fünfmal schneller als wir. Das bedeutet, sie können während ihres Fluges besser Blüten erkennen als wir das tun könnten. Sie haben Facettenaugen, die zu einer hohen zeitlichen Auflösung beitragen und können 300 Bilder pro Sekunde sehen. Dadurch können Bienen bewegte Objekte besser wahrnehmen. Sie können ausserdem UV-Licht sehen aber kein rotes Licht. Entfernte Objekte sehen sie jedoch unscharf und rasterartig.

Gedächtnis

Da ihr Leben von Pheromonen (Duftstoffe) bestimmt wird, müssen sie vieles merken. So können sie einen Duft wiederkennen oder neu lernen. Aber sie merken sich nicht nur Düfte, sondern sie sind auch Meister der Orientierung. Wenn die Bienen zum ersten Mal aus dem Bienenstock fliegen, machen sie Erkundungsflüge in der Nähe des Stockes. Sie prägen sich alle markanten Landschaftsmerkmale ein z.B. einen grossen Baum oder ein Haus. Diese speichern sie in ein kartenartiges Raumgedächtnis, das sich immer weiterentwickelt und dessen Grundausrichtung von der Sonne bestimmt wird. Jede Biene besitzt eine innere Uhr. So können sie den aktuellen Stand der Sonne mit der Karte in Verbindung bringen. Das können sie auch während der Nacht oder wenn sie im Stock sind. Wenn sie wissen wollen, wie weit etwas ist, nehmen sie die zeitliche Auflösung der Augen und die Anstrengung beim Flug zu Hilfe.

Kommunikation

Im Bienenstock herrscht für uns Menschen ein Riesenchaos. Tatsächlich gibt es ein solchen für die Bienen aber dank ihrer Kommunikation gar nicht. Die Kommunikation erfolgt hauptsächlich über Tasten, Wahrnehmung von Vibrationen und Düfte. Es gibt drei Kommunikationsarten: Tanz, Füttern und Pheromone. Wenn eine Biene tanzt, nehmen die anderen Bienen Vibrationen wahr und so können sie Informationen aufnehmen. Wenn eine Biene eine andere Biene füttert, tauscht sie die Information über das Futter z.B. Zuckergehalt. Weiter sind die Pheromone wichtig für die Kommunikation. Denn jeder Duft hat eine andere Information, einen anderen Duft.

Mathematikerinnen

Die Biene kann rechnen. Dies haben Wissenschaftler mit einem Experiment herausgefunden. Sie haben in eine von zwei Röhren Futter reingetan. Auf jeder der Röhren haben sie Objekte gemalt z.B. drei Zitronen und vier Blätter. Die Bienen merkten sich die Anzahl der Objekte auf der Röhre, wo das Futter war. Diese Fähigkeiten nutzen sie vor allem, um sich die Anzahl z.B. von Häusern zu merken. Um Matheaufgaben zu lösen, reicht die Fähigkeit aber noch nicht…

Die neuen Schnüffler für Drogen und Co.

Ihr habt richtig gelesen: Bienen können Drogen erschnüffeln. Da sie über 60.000 Duftrezeptoren auf ihren Fühlern haben, können sie aus der Ferne kleine, winzigste Duftmoleküle riechen und die Richtung bestimmen. Sie können sogar besser riechen als Hunde. Ist das nicht krass? So klein und doch können sie einfach Drogen oder sogar Sprengstoff finden. Es gibt aber einen Haken: Ein solches Experiment funktioniert zwar im Labor, nicht aber im Freien. Denn wenn eine Biene eine Weide mit vollen Blumen riecht, lässt sie dich in Stich, fliegt zur Weide und sammelt fleissig ihre Pollen. Schade. So müssen die Spurhunde keine Angst haben, dass sie ihren Job verlieren. 🙂

Bienen in Zahlen

Pro Tag…
  • …..bestäubt die Biene rund 3.000 Blüte
  • …..macht die Biene 30 Ausflüge
Pro Jahr
  • …..fliegt ein Bienenvolk 36 Millionen Flugkilometer
  • …..erreicht ein Bienenvolk 900 Erdumrundungen
Weitere Fakten..
  • Eine Biene fliegt 30 km/h
  • Eine Biene wiegt 82 mg
  • Ein Bienenvolk besteht aus 40’000 bis 80’000 Bienen
Weitere interessante Fakten über die Biene

Fazit

Man kommt zum Schluss, dass die Bienen nicht nur Honigmacherinnen sind, sondern viel mehr. Sie haben ein unglaubliches Leben und leisten wirklich Schwerstarbeit. Nächstes Mal werde ich euch über den Honig und seine Geheimnisse berichten.

Quellen

Hey, ich bin die Biene Maja und ich nehme dich mit auf eine Reise durch mein Bienenvolk. Aber als erstes erkläre ich euch, wer zum Bienenvolk gehört. Eine Königin, Arbeiterinnen und Drohen. Alle leben in einem Bienenstock, unserem Zuhause. Wenn ihr wissen wollt, was für eine Aufgabe jeder hat, dann lest weiter.

Ich – die Arbeitsbiene

Ich wurde von meiner fleissigen Königin als Ei in eine Wabe gelegt. Im Verlauf von 21 Tagen entwickelte ich mich zu einer Biene und nagte mich aus der Wabe. Mein Leben begann als Putzbiene. Ich habe die Drecksarbeit gemacht und die war sehr anstrengend. Naja, ich musste die Brutzellen putzen und vorbereiten, dass die Königin ihre Eier in den blitzblanken Zellen legen kann. Aber zum Glück war ich für den Putzdienst nur drei Tage zuständig.

Nach diesen drei Tagen wurde ich zur Ammenbiene, besser gesagt zur Babysitterin der Bienenlarven, die noch in denn Brutzellen waren, aber auch der Königin. Ich habe die Königin geputzt und gefüttert. Die Arbeiterinnenlarven und die Drohnenlarven habe ich dreieinhalb Tage mit Futtersaft und danach mit Honig und Pollen versorgt. Die Königinnenlarven habe ich die ganze Zeit mit einem speziellen Futter gefüttert – mit dem Gelee Royal. Aber ich habe nicht nur über 40’000 Larven pro Tag behütet, sondern ich bekam von der Königin das Pheromon, das ich in meinem ganzen Volk verteilt habe. Das Pheromon ist ein Duftstoff, das für unsere Kommunikation wichtig ist. Das Pheromon meiner Königin ist absolut wichtig, damit die Bienen wissen: „Aha, die Königin ist da. Wir können ruhig sein und müssen keine neue Jungkönigin züchten“. Aber auch meine Fruchtbarkeit und die meiner Kolleginnen wird unterdrückt.

Nach diesem Babysitterjob wurde ich zur Honigmacherin. Ich musste den Nektar von den Sammelbienen abnehmen. Den habe ich entweder unter meinem Volk verteilt oder eingelagert. Aber wie Honig gemacht wird, erzähl ich euch anderes mal. Ich war auch eine Baubiene, die die Waben neu baut oder die beschädigten Waben repariert.

Hard work

Aber mein härtester Lebensabschnitt war, als ich Wächterin wurde. Ich stand als Türwächterin am Eingang zum Stock und habe ihn überwacht. Meinen Volksangehörigen habe ich Eintritt gewährt, denn ich habe sie an ihren Geruch erkannt. Jede Biene meines Bienenvolkes hat den gleichen Geruch. Aber wenn eine fremde Biene kam, musste sie den Zugang erbetteln. Das konnte passieren wenn sie sich verflogen hatte oder es ihr Volk nicht mehr gab, sie demütig war und mitgebrachtes Futter anbot. Meistens habe ich sie hereingelassen. Aber wenn ein Feind kam, haben wir, die Wächterinnen, sie abgewehrt und getötet. Einmal kam eine Maus und wir mussten die Alarmpheromone ausschütten, damit wir Verstärkung bekommen. Doch zum Schluss besiegten wir die Maus.

Den letzten Lebensabschnitt habe ich als Sammlerin erlebt. Ich habe alles, was mein Bienenvolk gebraucht hat, geholt. Das sind Pollen, Nektar, Honigtau, Wasser und Baumharze. Mir haben meistens die Spurbienen geholfen, wo ich die Nahrung finden kann. Wenn sie eine Wiese gefunden haben, flogen sie zum Stock und haben Proben von der Nahrung den Vorkosterinnen verteilt. Wenn die Vorkosterinnen grünes Licht gaben, haben uns die Spurbienen einen Tanz, den Sammlerinnen, vorgeführt. Dieser sagte aus, wie die Qualität ist, wie viel Nahrung es dort gibt und wo die Wiese liegt. Und dann sind wir alle hin und haben es geholt. Da dieser Job gefährlich ist, starb ich auf einer solchen Wiese. Weint nicht. Ihr müsst für mich keine Träne vergiessen. Die Arbeitsbienen leben bis zu 4 Wochen. Die Winterbienen leben bis zu 7 Monate lang.

Drohnen

Aber jetzt erzähle ich mal euch was über die Drohnen. Die Drohnen schlüpfen aus einem unbefruchteten Ei. Nicht wie so wie ich aus einem befruchteten Ei. Die Drohnen sind dick und haben grössere „Augen“. Die Fettsäcke werden von den Arbeitsbienen gefüttert. Danach bedienen sie sich selber an den Nahrungsvorräten. Der Drohn versucht, eine Königin zu befruchten. Die sollte nicht vom eigenen Volk sein. Sobald die grosse Stunde kommt und die neuen Königinnen zum Hochzeitsflug fliegen, erfolgt die Paarung. Danach stirbt der Drohn. Falls er keine Königin findet und er single bleibt, stirbt er nach 30 bis 40 Tagen. Mit dem herannahenden Winter, werden die Drohnen von mir und meinen Kolleginnen aus dem Bienenstock rausgeschmissen. Das heisst auch die Drohnenschlacht.

The Queen

Das Wichtigste zum Schluss: die Königin. Sie ist grösser als die Arbeitsbiene und hat einen länglichen Hinterleib. Sie legt im Sommer über 1’200 Eier pro Tag. Das ist sehr viel und das entspricht 80% ihres Körpergewichts. Deswegen geniesst sie einen Sonderstatus. Sie wird von Ammenbienen gepflegt und mit Geelé Royale gefüttert. Dieser Superfood ist sehr energiereich und hat viele Eiweisse. Aber das braucht sie, wenn sie so viele Eier legt. Nur einmal fliegt sie allein raus, wenn sie den Hochzeitsflug macht. Sie lebt ungefähr zwei bis fünf Jahre.

Die Königin hat einen grünen Punkt auf den Rücken.

Bis zum nächsten Mal

Jetzt wisst ihr wer alles zu einem Bienenvolk gehört und welche Aufgabe es hat. Das nächste Mal erzähle ich euch über die Superkräfte eines Bienenvolks und ein paar Fun Facts.

Ein Film für alle, die das Leben einer Biene erleben wollen.
Quellen

Der britische Schindler ist ein Mann, der insgesamt 669 Kinder vor den Nazis in Tschechoslowakei gerettet hat. Sir Nicholas Winton heisst dieser Retter und seine unglaubliche Geschichte von ihm könnt ihr in diesem Artikel lesen.

Lage der Tschechoslowakei vor dem 2. Weltkrieg

Nach dem Münchner Abkommen im Jahre 1938, wo Grossbritannien, Frankreich, Italien und Deutschland unterschrieben haben, dass Tschechien das noch dazugehörende Sudetenland den Deutschen abgeben soll. Deutschland wiederum musste versprechen, dass es niemanden angreift. Grossbritannien und Frankreich hofften, dass Frieden eingehalten wird auf Kosten von der Tschechoslowakei und dass kein Krieg ausbricht. Leider war dem aber nicht so. Im März 1939 übernahm Hitler Tschechien und das Protektorat Böhmen und Mähren entstand. Die Slowakei wurde ein eigenes Land.

Mission

Als die Nazis das Sudetenland übernommen haben, flohen viele Tschechen ins Landesinnere. Viele hatten Angst vor der Zukunft und die Lage der Juden wurde drastischer schlimmer.

In dieser Zeit wollte Sir Nicholas Winton mit seinem Freund zum Skifahren in die Schweiz reisen. Doch daraus wurde nichts, weil der Freund die Reise abgesagt hat und stattdessen nach Tschechien gefahren ist, um dort Flüchtlingen zu helfen. Und so fuhr Nicholas auch mit.

Als er sah, wie die Flüchtlinge lebten, wollte er ihnen irgendwie helfen und so entstand die Idee, die gefährdeten Kinder nach Grossbritannien zu bringen. Doch dieses Vorhaben war schwer, denn Grossbritannien hatte Voraussetzungen. Jedes Kind, das dorthin kam, musste eine Pflegefamilie haben und er musste für jedes Kind 50 Pfund (heute ca. 3’500 Franken) bezahlen. Als Grossbritannien grünes Licht gab, fingen die Vorbereitung an. Artikel kamen in die Zeitungen und Spenden wurden gesammelt. Kinder wurden für die Reise vorbereitet.

Der letzte Abschied

Als der Tag kam, wo die Kinder abreisten, war es ein schmerzhafter Abschied für die Eltern. Den kleineren Kindern wurde gesagt, dass sie einen grossen Ausflug nach Grossbritannien machen. Sie waren aufgeregt und freuten sich sehr. Doch die Älteren wussten, was los war. Ihre Eltern haben sie in den meisten Fällen nie mehr gesehen und es war ein Abschied für immer.

Während Nazis Tschechien schon übernommen hatten, wurden diese Kindertransporte den ganzen Sommer organisiert, bis die Deutschen am 1. September 1939 in Polen einmarschierten. Der letzte Zug konnte nicht rechtzeitig abfahren und diese Kinder wurden nie mehr gesehen. Man vermutet, dass diese Kinder in die Konzentrationslager in Ausschwitz gebracht worden sind.

Mission accomplished

Als diese Aktion beendet war, war für Nicolas diese Episode abgeschlossen und er hat sein Leben weitergelebt, kämpfte im 2. Weltkrieg mit und hat geheiratet. Er hat es niemandem erzählt sogar seiner Frau nicht und so war diese Geschichte in Vergessenheit geraten. Die geretteten Kinder wurden erwachsen und wussten nichts über ihren Retter.

Eines Tages ging seine Frau auf den Dachboden und fand ein Buch voller Bilder, Namenslisten und Dokumenten von der Rettungsaktion. Sie wollte, dass es öffentlich wird und deswegen brachte sie es zu einer Historikerin. Über diese Geschichte wurde in einer britischen Show geredet, wo Nicholas war. Aber auch die erwachsenen Kinder, die Nicholas gerettet hat. Doch Nicholas wusste davon nichts. Es war eine herzliche Überraschung für Nicholas, als es aufgedeckt wurde. Weiter unten ist ein Ausschnitt der Show.

Als diese Geschichte öffentlich wurde, bekam Nicholas viele Ehrungen. Die Queen hat ihn zum Ritter geschlagen. Die tschechische Regierung hat ihn mit dem Orden des weissen Löwen, die höchste Auszeichnung von Tschechien, ausgezeichnet. Viele der geretteten „Kindern“ schrieben ihm viele Briefe, um Danke zu sagen.

Denkmäler von Sir Nicholas Winton am Prager Hauptbahnhof

Vorbild

Er hat eine unglaubliche Arbeit geleistet, wenn man sich vorstellt, dass er für jedes Kind eine Familie finden musste. Es musste alles schnell gehen, denn es war ein Wettrennen gegen die Zeit, weil die Nazis vor der Tür standen. Sie haben sogar Pässe gefälscht, weil die britische Regierung zu langsam war. Aber es zahlte sich aus. Insgesamt 669 Kinder hat er vor dem sicheren Tod gerettet.

Wenn es nicht unmöglich ist, dann gibt es einen Weg.

Sir Nicholas Winton

Nicolas Winton ist ein gutes Beispiel, um den anderen zu helfen. Hilfsbereit sein und immer den Schwächeren helfen. Eine kleine hilfsbereite Geste kann vieles ändern, einem eine Freude machen oder wie in diesem Beispiel jemanden das Leben retten. Wir sollten nicht vergessen, dass wir den anderen helfen soll, egal womit.

Ps. Er starb mit eindrucksvollen 106 Jahren. Ist das nicht krass?

Ein Video über Sir Nicholas Winton
Quelle

Man hört es selten, wenn jemand ein Lernender in der Bierbranche ist. Deswegen habe ich entschieden, ein Interview mit einem Bierbrauer-Lernenden zu organisieren, um der Öffentlichkeit mehr über diesen Beruf vorzustellen.

Hey, es ist echt schön, dass du dir Zeit für das Interview nimmst.

Mache ich gerne.

Kannst du den Beruf kurz erklären? Was macht man als Bierbrauer – ausser Bier brauen? 😊

Ich mache eine Lehre als Lebenstechnologe mit der Fachrichtung Bier. Das heisst ich lerne, wie man Bier vom Anfang bis zum Ende herstellt, also wie aus den Rohstoffen Malz, Hopfen und Wasser Bier in der fertigen Flasche oder im Fass wird. In der Schule lernen wir nicht nur die Produktion vom Bier, sondern wir haben viele naturwissenschaftliche Fächer. Weitere Fächer in der Schule sind z.B. Verfahrenstechnik, Maschinenkunde und Sensorik.

Was magst du an diesem Beruf?

Dieser Beruf ist sehr vielfältig, denn es gibt viele Möglichkeiten, wie man ein Bier brauen kann. Das Coole daran ist, dass man mit natürlichen Rohstoffen arbeitet, schliesslich ist Bier ein natürliches Produkt.

Was ist die Schattenseite dieses Berufes?

Die Schattenseiten dieses Berufes sind, dass man je nach Betrieb dem Wetter ausgesetzt ist, beispielsweise beim Abladen von Malz. Eine weitere Schattenseite ist die Hitze im Sudhaus und der Staub, welcher vom Malz herkommt. Die Arbeitszeiten können eine Schattenseite sein, denn später im Berufsleben, kann es sein, dass man Schicht arbeitet.

Die wichtigsten Grundlagen des Biers: Gerste, Hopfen und Wasser

Trinkt ihr während der Arbeitszeiten Bier?

(Lacht)

Das wäre unverantwortlich und es würde das Unfallrisiko steigern. Zum Arbeitsalltag gehören aber sensorische Kontrollen. Das heisst, wenn ich ein Bier kontrollieren will, muss ich ein bisschen ausprobieren.

Wie bist du auf diese Lehre gekommen?

Ich war mit meiner Familie in einer Brauerei zu Besuch und fand es sehr interessant. Das war der erste Initiator. Es hat aber etwas länger gedauert bis ich bei dieser Lehre dann dennoch gelandet bin. Es ist eine lange Geschichte.

Welche Möglichkeiten hast du nach der Lehre?

Momentan werden Brauer in der Schweiz gesucht. Man hat also eine gute Perspektive, einen Arbeitsplatz zu finden. Wenn man sich in den Sachen Bier weiterbilden will, kann man in Deutschland studieren. Leider gibt es in der Schweiz kein Studium in diese Richtung. Wenn man sich aber in den Sachen Lebensmitteltechnologie weiterbilden will, gibt es auch Studienrichtungen in der Schweiz.

Wie sieht es mit diesem Beruf in der Zukunft aus?

Ich denke nicht, dass dieser Beruf mal aussterben wird. Es ist ein zu interessanter Beruf und das Produkt Bier ist beliebt. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich dank diesem Interview jemand für diese Lehre interessieren würde.

Kannst du diese Lehre in drei Wörter beschreiben?

Vielfältig, interessant, cool 

Zum Schluss: Kannst du ein Bier empfehlen?

Mein Lieblingsbier ist Pils.

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast.

PS: Interessierst du dich für noch weitere Berufe? Keine Angst, es werden noch weitere spannende Interviews mit Lernenden vorgestellt.