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„Wie der Halbbart zu uns gekommen ist, weiss keiner zu sagen, von einem Tag auf den anderen war er einfach da.“

So beginnt die Geschichte von Eusebius, kurz Sebi, der Protagonist von Charles Lewinskys neustem Werk „Der Halbbart“. Charles Lewinsky, 1946 in Zürich geboren, gilt als einer der bekanntesten Schweizer Schrifsteller. Der Autor, bekannt durch Romane wie „Melnitz“, widmet sich in seinem neusten Roman „Der Halbbart“ der Geschichte der mittelalterlichen Eidgenossen rund um den Marchenstreit und der Plünderung des Klosters Einsiedeln, die eine der Ursachen der Schlacht am Morgarten war. Sein Roman, der für den diesjährigen Schweizer Buchpreis nominiert wurde, handelt von Sebis Weg zum Erwachsenen und seiner Bekanntschaft mit dem Halbbart, ein Fremder, der plötzlich in Sebis Dorf kommt. Den Namen „Halbbart“ bekam er, weil eine seiner Gesichtshälften komplett entstellt ist und ihm deswegen nur ein halber Bart wächst. Wer er genau ist und woher er kommt, weiss keiner- doch schnell wird er im Dorf für seine Heilmittel und sein grosses Wissen bekannt.

Kindheit, Trauer, Freundschaft, Tod, Abenteuer, Schmerz. Das alles steckt zwischen den 240 Seiten des neuen Romans das alles hier, jetzt von Anna Stern, welcher für den diesjährigen Schweizer Buchpreis nominiert ist. Die Autorin erzählt eine Geschichte vom Leben und vom Tod, die emotional berührt. Sie stellt die Vergangenheit und das Hier und Jetzt geschickt einander gegenüber und lässt ihre Leserschaft an der Erzählung teilhaben, als wären sie selbst der Protagonist, der zwischen Erinnerung und Gegenwart steht und weiss: «es dauert, es schmerzt, doch dann ist bald alles wieder, wie es nie war.»