Giraffen ernähren sich überwiegend von Akazienblätter; unsere Kühe von «Weideland». Und auch die Gorillas sind reine Pflanzenfresser – und die sind uns ja bekanntlich am ähnlichsten. Weshalb also landet bei uns zu Mittag ein saftiges Stück Fleisch anstelle einer Brennnessel auf dem Tisch?

Diese Frage ist vor allem im Hinblick darauf interessant, dass unsere 3 Billionen Bäume weltweit ausreichen würden, um alle 811 Millionen Hungernde satt zu bekommen…

Pflanzen, here we go!

Fakt ist, wenn wir wollen, können rein theoretisch alle Pflanzen essen. Einzige Bedingung; sie dürfen nicht giftig sein! Die einen sind dann eben einfach schmackhafter als andere. Dazu aber später mehr.

In sämtlichen Pflanzen befindet sich neben zahlreichen Vitaminen, Fetten und Proteinen auch das Biomolekül Cellulose (=Zellulose). Cellulose ist im Grunde genommen nichts anderes als ein Polysaccharid. Anders ausgedrückt; ein Vielfachzucker. Es besteht also aus ganz vielen abwechselnd um 180° gedrehten Glukosemolekülen (Zucker), die jeweils miteinander verbunden sind. Diese Verbindungen nennt man; glykosidische Bindungen. Fachjargon über Fachjargon. Vielleicht bringt die untere Abbildung noch etwas Licht ins Dunkle:

Begutachtet einmal den violett eingefärbten Sauerstoff (O). Mal ist er oben, mal ist er unten. Die Glukosemoleküle drehten sich somit immer um 180°. Die glykosidische Bindung ist ebenfalls eingezeichnet.Bild: studyflix

Okay! Damit der Körper jedoch an den Zucker und somit an die Energie rankommt, müssen diese glykosidischen Bindungen gespaltet werden. Dies geschieht mit Hilfe der Cellulase. Problem: Der Mensch besitzt gar keine Cellulase! Eine wirkliche Energiegewinnung aus der Cellulose ist damit eine Sache der reinen Unmöglichkeit. Was bleibt ist der Ballaststoff. Also etwas, dass unverdaut wieder ausgeschieden wird und als Hilfe der Verdauung dient.

Was bedeutet das unter dem Strich nun für uns?

Fit und satt werden wir durch Pflanzen alleine nicht. Eben, da wir die Zellulose nicht spalten können. Bei einem Salatblatt ohne Sauce oder weiteren Beilagen ist es übrigens das selbe Phänomen. Aber dennoch; alleine schon aus ökologischer und gesundheitlicher Sicht, wäre es sinnvoll, sich hin und wieder von einheimischen Pflanzen zu ernähren. Den die Vitamine, Proteine und Fette können wir aufnehmen. Und diese sind für uns – wie auch die Ballaststoffe – Gold wert! Ab dem 22. März 2022 gibt es dazu hier noch mehr nachzulesen.

Soviel zum Guten. Die schlechte Nachricht ist aber: Eine Lösung für den grossen Welthunger ist damit aber leider noch immer nicht gefunden…

Quellen

Sämtliche Informationen stammen von meiner Biolehrerin, vom Löwenzahn Verlag, studyflix, der Welthungerhilfe, dem SWR-Kindernetz und der schweizerischen Gesellschaft für Ernährung.

Bildquellen

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