Teil 3

Heutzutage werden Kleider meistens nur wenige Monate oder Tage getragen. Danach werden sie entsorgt oder weitergegeben. Doch der Trend der Secondhand-Kleidung steigt wieder.

Wenn ein Produkt weitergegeben und wiederverwendet wird, muss kein neues produziert, sowie transportiert werden und kein altes wird entsorgt. Das ist das Ziel des Wirtschaftskreislauf: die Produkte weiterzuverwenden und nicht zu entsorgen. Durch Secondhand wird ganz einfach Co2 gespart und die Umwelt wird geschont. Aber was bedeutet Secondhand eigentlich? Secondhand heisst auf deutsch übersetzt „aus zweiter Hand“. Das bedeutet so viel wie, gebraucht oder zum Wiederverkauf. Auf der einen Seite gibt es den Flohmarkt, und auf der Anderen sind es Secondhand-Läden. Ähnlich wie ein Flohmarkt, ist der Tauschmarkt. Dort können Kleider gebracht werden und dieselbe Anzahl an Kleidern kann wieder mitgenommen werden. Der Vorteil dabei ist, dass man alte Kleider weitergeben kann und sogleich wieder neue hat.

Wegen Corona können zurzeit leider keine Flohmärkte stattfinden, deshalb gewinnen die Online-Secondhandshops immer mehr an Beliebtheit. Es gibt viele verschiedene Shops wie zum Beispiel die Kategorie „Pre-owned“ von Zalando (für Damen & Herren) oder die Secondhandkiste. Während bei „Pre-owned“ eher der Vertrieb durch den Konzern erfolgt, sind es bei „Secondhandkiste“ Einzelpersonen, die ihre Kleidung verkaufen. „Pre-owned“ ist momentan in der Schweiz noch nicht erhältlich. Sobald es so weit ist, wird es Zalando kommunizieren. Natürlich gibt es auch auf Plattformen wie Tutti, Ricardo und Co. gebrauchte Kleider, diese sind allerdings in einem grossen Sortiment von Büchern bis hin zu Elektronik zu finden.


Aber auch in Secondhandshops in den verschiedenen Schweizer Städten sind tolle Funde möglich. Die Artikel werden von Privathaushalten abgegeben oder vor der Entsorgung gerettet. Wie auch bei den Onlineshops gibt es bei den Läden solche, die ein breites Sortiment verkaufen, beispielweise Brockenstuben. Da kann es schon mal vorkommen, dass man zwischen all den Kleidern auch ein Buch oder Geschirr findet. Aber ganz gleich, wo eingekauft wird, es ist um einiges umweltfreundlicher sowie auch günstiger. Wenn es einem egal ist, ob die Kleidung bereits getragen worden ist, dann ist Secondhand sicher eine gute Sache. Ausserdem können die Sachen gewaschen werden. In der Regel ist es eine Glückssache, etwas zu finden, dass einem passt und gefällt. Aber ist das nicht immer so? Wenn man immer wieder schaut, findet man das eine oder andere schöne Stück.

Vorteile Secondhand:

  • Nachhaltiger
  • Günstiger
  • individueller

Nachteile Secondhand:

  • Geruch
  • fehlende Grössen

Da die Kleider nicht erneut hergestellt werden, können sowohl Ressourcen als auch Geld gespart werden. So zum Beispiel die Verpackung oder Transportkosten. Neben Secondhandläden gibt es auch Shops, bei denen Kleidung verliehen werden kann. Das ist vor allem für Kinderkleider von Vorteil, da nicht gleich wieder neue gekauft werden müsse. Ein solcher Anbieter ist Tchibo in Deutschland. In der Schweiz sei momentan noch kein solcher Dienst geplant.


In Zusammenarbeit mit „Ricardo“, „myclimate“, „Circular Economy Switzerland“ und „20 Minuten“ fand am 26. September 2020 der erste nationale Secondhand-Day statt. Dabei konnten 1603.8 Tonnen Co2 gespart werden. Das Ziel des Secondhand-Day ist es, mehr an die Nachhaltigkeit zu denken und damit die Auswirkungen auf unseren Planet positiv zu beeinflussen. An diesem Tag konnten lokale und digitale Secondhand-Stores, witzige, kreative, und stylische Verkaufsorganisationen starten. Die erzielten Einsparungen an Ressourcen wurden an diesem Tag gemessen und nach Aussen kommuniziert. Trotzdem sind nur ca. 2% der in der Schweiz gehandelten Güter (ausschliesslich Lebensmittel) aus zweiter Hand.

Das war der dritte und letzte Teil meiner Serie, rund um das Thema Kleider.

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