Diesen Samstag, 9. August findet das grosse Band-it Finale an den Winterthurer Musikfestwochen statt. Das Band-it bietet aber nicht nur jungen Musiker:innen eine Bühne, sondern auch jenen, die gerne reden – und das am liebsten live vor Publikum. Wer sich schon immer mal auf einer grossen Bühne ausprobieren wollte, ist hier genau richtig. Leona, Darian und Grâce gehören zum diesjährigen Moderationsteam und erzählen im Interview, wie sie zum Band-it gekommen sind, was sie am Rampenlicht begeistert und was sie tun, wenn plötzlich etwas Ungeplantes passiert. Ein ehrlicher Einblick in Lampenfieber, Lernkurven und Lieblingsbeats.


Grâce Alberto

Leona Werder

Darian Wirth

Stellt euch bitte kurz vor:

Leona: Ich bin 18 Jahre alt, komme aus Winterthur und gehe ins Gymnasium an der Kantonsschule im Lee. Beim Mitorganisieren des Kinderprogramms für einen Grossevent habe ich Diana vom Band-it kennengelernt. Sie hat mich auf den Moderationsworkshop aufmerksam gemacht.

Darian:  Ich komme ebenfalls aus Winterthur, bin 14 und komme in die dritte Sek. Zum Moderationsworkshop kam ich über meine Eltern, die beide fürs Band-it arbeiten. Mein Vater ist der Projektleiter und meine Mutter für die Moderation zuständig.

Grâce:  Ich bin 19 und arbeite bei einer Bank. Aktuell bin ich beim Radio Summernight als Podcast-Moderatorin und Social-Media-Verantwortliche tätig. Dadurch bin ich zum Band-it gekommen.

Was war euer erster Gedanke, als ihr erfahren habt, dass ihr die Finalmoderation am Band-it übernehmen dürft?

Grâce: Ich habe mich sehr gefreut. Es ist ein ganz anderes Setting, als was wir bisher hatten. Ich bin gespannt auf die Vorbereitungen und wie es schlussendlich auf der Bühne ablaufen wird.

Leona: Ich war begeistert, weil ich ein grosser Fan der Winterthurer Musikfestwochen bin. Dass ich nun selbst dort auf der Bühne stehen darf, in meiner Heimatstadt mit vielen Bekannten im Publikum, macht es für mich besonders. 

Darian: Dope! Ich bin schon seit klein auf immer am Band-it Finale dabei. Es ist einfach grandios!

Was macht für euch das Band-it besonders im Vergleich zu anderen Events?

Grâce: Es fördert vor allem die Jugend. Junge Musiker:innen erhalten die Chance, auf einer professionellen Bühne zu stehen.  Das ist sonst nicht oft der Fall. Auch wir als Moderatorinnen und Moderatoren profitieren. Es ist ein Herzensprojekt, man spürt das. Die Leute vom Band-it-Team geben sich Mühe, weil sie es wirklich gern machen.

Darian: Ich habe zusätzlich als Artist beim Band-it mitgemacht. Das Schöne ist: Es ist kompetitiv, aber nicht auf eine harte Art. Auch Backstage ist die Atmosphäre super angenehm. Man kann mit allen reden. 

Leona: Mir sind keine anderen Projekte bekannt, die junge Musiker:innen so unterstützen wie das Band-it. Es setzt auf Chancengleichheit und schafft Gelegenheiten, damit möglichst viele Bands auftreten können. Auch, dass wir Jungen moderieren dürfen, finde ich speziell. Das Band-it holt das Potenzial aus den Leuten raus. 

Was ist für euch die grösste Herausforderung beim Moderieren vor Publikum? Und wie geht ihr damit um?

Darian: Wenn ich aufgeregt bin, springe ich vor der Moderation etwas herum. Dann, nach den ersten fünf etwas unangenehmen Sekunden, fühlt es sich für mich an wie eine normale Konversation mit dem Publikum. Ich versuche, meinen Text auswendig zu können. Wenn man einfach von der Moderationskarte abliest, wirkt es sehr gestellt.

Grâce:  Die grösste Herausforderung ist für mich die Vorbereitung. Spontan klappt vieles gut, aber wenn alles vorbereitet sein muss, wirkt es auf mich manchmal weniger authentisch. Trotzdem merke ich dann auf der Bühne: Es ist gut, vorbereitet zu sein.

Wie reagiert ihr, wenn auf der Bühne etwas Ungeplantes passiert?

Leona: Ruhig bleiben! In Oberrieden kam ein Act zu früh auf die Bühne. Ich habe sie daher später noch speziell abmoderiert. Wenn man mal stockt, hilft es, einfach kurz ehrlich zu sagen: „Ich muss mich kurz sammeln“.

Darian: Ich bin mal zu früh auf die Bühne und die Band wollte sich noch verbeugen. Ich hab’s locker genommen und einfach nochmal zum Applaus aufgerufen. Wichtig ist, spontan zu reagieren.

Wie bereitet ihr euch konkret auf die Finalmoderation vor?

Darian: Ich übe laut in meinem Zimmer, achte auf meine Stimme und auf meine Bewegungen, damit ich möglichst ruhig stehe und der Rapper nicht zu sehr durchdrückt.

Leona: Diesmal werde ich gezielter üben, mich vielleicht filmen, um meine Wirkung zu checken, und den Text besser verinnerlichen.

Grâce: Es ist ähnlich wie sonst, aber mit intensiverer Vorbereitung zusammen mit dem Band-it-Team. Wir machen gemeinsame Textvorbereitungen und haben eine Hauptprobe. 

Gibt es Momente beim Band-it, die euch besonders im Kopf geblieben sind?

Darian: Als Artist war es der Applaus nach dem ersten Song. Oder ein Moment im Song, in dem ich nichts machen musste und einfach geniessen konnte. Als Moderator steigerte sich bei mir die Energie mit jeder Moderation bis zum grossen «Riesenlärm» für den nächsten Act.

Leona: Ich finde es schön, dass man als Moderator:in die Freude beim Publikum wecken kann. Man sagt z.B.: «Ein Riesenapplaus für …», und das Publikum klatscht nicht für uns, sondern aus echter Freude für die Band. Das ist schön.

Hat denn das Band-it euren Musikgeschmack beeinflusst? 

Leona: Ja! Eine Künstlerin hat Schweizerdeutschen R’n’B gemacht und ich fand das richtig stark. Ich werde nun auf Spotify schauen, was es in dieser Richtung sonst noch gibt.

Grâce: Mein Musikgeschmack hat sich nicht direkt verändert, aber mein Horizont schon. Ich durfte z. B. auch Rock-Acts ansagen und habe einfach mal hineingefühlt: Was bewegt die Leute, die solche Musik hören? Was macht das für sie aus? Das hat meinen Blick geweitet.

Welche Musik darf auf eurer Playlist nicht fehlen – und warum?

Leona: Afrobeat. Es bringt eine ganz andere Stimmung mit viel Rhythmus. Ein toller Kontrast zu ruhigeren Liedern.

Darian: Bei mir ist es Hip-Hop, aber generell höre ich alles mögliche.

Grâce: Worship ist für mich sehr wichtig, weil ich gläubig bin. Es gibt mir Halt. Und lockerer «House» passt auch immer.

Wo würdet ihr gerne einmal moderieren, wenn alles möglich wäre?

Grâce: Die Swiss Music Awards zu moderieren wäre super aufregend und definitiv ausserhalb meiner Komfortzone. Auch die Fernsehsendung „Gesichter und Geschichten“ hätte ich sehr gerne moderiert.

Leona: Konkrete Ideen habe ich zwar keine, aber durch die Erfahrung würde ich mich bereit fühlen, wenn mich jemand anfragt, da bin ich nun viel offener. 

Darian: Mega gerne würde ich Events moderieren, die meinem Musikgeschmack entsprechen oder Formate wie z.B. SRF Bounce. 

Was möchtet ihr dem Publikum noch sagen?

Darian: Ich wünsche mir, dass das Publikum von selbst nach vorne kommt. Nicht immer erst, wenn wir es auffordern. Und kommt ans Finale!

Leona: Auch wenn euch ein Act mal nicht so überzeugt, behandelt die Band respektvoll. Es braucht  grosse Überwindung, um auf der Bühne zu stehen. Musik ist zudem etwas sehr Persönliches.

Grâce:  Das Publikum soll den Moment geniessen und auch für Bands Stimmung machen, die sie nicht kennen, denn es soll ein Miteinander sein. Am Ende zählt, dass ihr euch wohlfühlt mit dem, was ihr tut.

Habt ihr einen Tipp für Leute, die sich nächstes Jahr fürs Moderieren bewerben wollen?

Grâce: Einfach machen! Es ist eine grossartige Erfahrung. Man lernt tolle Leute kennen, wird unterstützt, kann Neues ausprobieren. Ein super Sprungbrett in einem geschützten Rahmen!

Leona: Genügend Zeit einplanen. Man unterschätzt, wie viel Aufwand es ist, einen Text zu schreiben, der natürlich klingt. 

Darian: Schämt euch nicht, auf der Bühne zu stehen. Fehler passieren! Einfach lächeln und weitermachen. Auch die Stimmung muss passen, eine ruhige Band darf man nicht zu euphorisch ansagen.

Ob vor der Kamera, auf der Bühne oder beim Schreiben von Moderationstexten – Leona, Darian und Grâce zeigen, wie vielseitig das Band-it junge Talente fördert. Was bleibt, sind Erinnerungen, neue Skills und der Mut, auch mal spontan zu improvisieren.

Und das Beste: Wer selbst Lust hat, zu moderieren, bekommt beim Band-it eine echte Chance. In einem unterstützenden Umfeld können Jugendliche Bühnenerfahrung sammeln, an ihrer Ausdrucksweise feilen und ihre Begeisterung für Musik live vor Publikum ausleben.

Du willst Bühnenluft schnuppern, selbst moderieren und neue Leute kennenlernen? Dann ist das Band-it genau das Richtige für dich! Egal ob Newcomer oder Bühnentalent. Neugierig? Dann reserviere dir einen Platz fürs nächste Jahr und werde Teil der Band-it-Familie!

Mehr Informationen findest du unter www.band-it.ch.

Komm auch du am diesjährigen Band-it vorbei und geniesse die Musik der jungen Nachwuchstalente.

📌 Ort: Kirchplatz, 8400 Winterthur
📆 Datum: 9. August 2025
⏰ Zeit: Ab 14 Uhr
🎫 Eintritt: Gratis

Portraitfotos @Seraina Hirt
Header @Ethan Welty

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