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Winterthurer Musikfestwochen

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Vor fast drei Wochen durfte das Instrumentaltrio Kiamone am Band-it Finale 2026 den ersten Preis entgegennehmen. Nach ihrem Auftritt erzählen sie, was ihnen dieser Erfolg bedeutet und wie sie es so weit geschafft haben.

«Das Band-it zu schaffen, war für mich wie ein Kindheitstraum», sagt Vito, der Gitarrist von Kiamone. Zur Band gehört auch sein Bruder Ennio, der am Schlagzeug sitzt. «Wir hätten nie gedacht, ins Finale zu kommen», sagt Ennio zu ihrem Erfolg. Zusammen haben sie mit ihrer Band «The Bones» vor ein paar Jahren schon drei Mal am Band-it teilgenommen. Doch dieses Jahr haben sie es zum ersten Mal ins Finale geschafft. Auch für Felix, der das Trio mit seinem Sound am Bass vervollständigt, kam dieser Erfolg unerwartet.

So klingt Kiamone
Erst vor ungefähr einem Jahr stiess er zu den beiden Brüdern hinzu. «Davor hat die Jury uns immer gesagt, dass der Bass fehle», erzählt Vito. Und nun haben sie einen. Ennio und Felix kannten sich aus der Kanti und aus anderen Bandprojekten. So kam es, dass das Trio sich kurz nach ihrem Zusammenschluss am Band-it anmeldete. Sie bringen einen abwechslungsreichen Mix aus Rock, Jazz und Funk auf die Bühne und laden das Publikum ein, sich auf neue Sounds einzulassen. Als Zuhörer weiss man nie, was als Nächstes kommt. Auf ein ruhiges Gitarren-Riff folgen rockige Klänge und es klingt so, als würde man live miterleben, wie sie bei der Bandprobe neue Melodien entwickeln. Die drei zeigen auf beeindruckende Art und Weise, wie abwechslungsreich ihre Musik sein kann.

An der Rangverkündigung erhielt Kiamone eine eigene Band-it Gitarre. (Foto von Matti Flückiger)

Von Gesang zu Instrumental
Als Ennio und Vito noch zu zweit waren, haben sie versucht, Gesangselemente in ihre Songs einzubauen. Doch mit Kiamone sind sie komplett auf Instrumental umgestiegen. «Gesang ist halt nicht so meine Stärke», erklärt Vito. Am Finale waren sie unsicher, ob sie es überhaupt in die Top 4 schaffen würden, da sie die Konkurrenz als sehr stark einschätzten und viele talentierte Sängerinnen und Sänger dabei waren. Doch für sie kommt Gesang nicht mehr infrage. «Dafür ist unsere Musik nicht konzipiert», ist sich Ennio sicher. Sie bleiben der Instrumentalmusik treu.

Ein Blick in die Zukunft
Ihre Freude an der Musik hat sie ins Finale und auf den 1. Platz des Band-it 2026 gebracht. Doch wie geht es nun weiter? Grosse Pläne hat die Band bisher noch nicht. Natürlich möchte Kiamone mehr Aufmerksamkeit, mehr Auftritte und «dass wir nächstes Jahr mal an ein paar Festival spielen können», sagt Ennio. Sie freuen sich deshalb sehr auf ihr Livevideo, das für sie im Moods produziert wird. Denn damit haben sie eine professionelle Aufnahme, womit sie für sich und bei Veranstaltern werben können. Ausserdem können sich die drei Musiker vorstellen, ihr Preisgeld des Band-it für Studioaufnahmen einige ihrer Songs einzusetzen.

Kiamone bei der 1. Qualifikation im Moods. (Foto von Seraina Hirt)

Bis dann, im Moods!
Von der Jury konnten Vito, Ennio und Felix hilfreiche Inputs mitnehmen, die sie an ihrem nächsten Auftritt direkt umsetzen wollen. «Mehr Stage Presence zeigen – dass wir uns das zu Herzen nehmen», sagt Vito.

Vier Acts, eine Bühne: Am 30. August stehen die Besten des Band-it 2026 im Moods auf der Bühne. Bist du dabei?

📌Ort: Moods, Schiffbauplatz, 8005 Zürich
📅Datum: Sonntag, 30. August 2026
⏰Türöffnung: 18:00 Uhr
🎟️Eintritt: kostenlos

Am 8. August spielten die sieben besten Acts des diesjährigen Band-it um die Podestplätze und brachten das Publikum der Winterthurer Musikfestwochen zum Tanzen.

«Ich habe das Gefühl, die Luft ist so elektrisch», sagte Anna, welche dieses Jahr das Finale moderierte. Und da ist tatsächlich etwas dran. An diesem Nachmittag war die Stimmung aufgeladen mit den unterschiedlichsten Sounds. Von instrumentalem Rock, melancholischen Indie-Songs, bis hin zu schnellem Rap war alles dabei.

Grosse Chance für junge Menschen
Das Band-it ist ein Musikwettbewerb für Nachwuchstalente aus dem Kanton Zürich. Es ist DIE Gelegenheit für junge Musikerinnen und Musiker auf die Bühne zu treten, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und sich von deren Musik inspirieren zu lassen. Darüber hinaus profitieren sie nach ihren Auftritten von konstruktivem Feedback der Jury. Doch am Band-it geht es nicht nur darum, wer die beste Performance abliefert, sondern vor allem darum, dass man Spass am Musikmachen hat.

Dieses Jahr standen knapp 50 Acts in sechs Qualifikationen auf verschiedenen Bühnen und die besten sieben haben sich für das Finale qualifiziert: Mosaika, Spring, Bloo Lobster, Däshy, AskAlberto, Kiamone und Buzz Kid. Zudem spielte die beste Schülerband «Tokio Dome» am Samstag als abschliessender Act und brachte mit ihrem Bläsersatz die nicht alltäglichen Coversongs voll zur Geltung.

Schülerband Tokio Dome

Unterhaltung pur
Damit es zwischen den Acts niemandem langweilig wurde, hat die Moderatorin Anna die Zuschauenden unterhalten und sie mit Freude durch den Nachmittag begleitet. «Am Anfang war ich nervös, aber jetzt fühle ich mich mega wohl», sagte sie zum Gefühl, wenn sie auf der Bühne steht. Denn es ist das erste Jahr, dass Anna am Band-it moderiert. Nebst den Ankündigungen der Künstlerinnen und Künstler und dem Vermitteln von Informationen übers Band-it, interviewte sie auch ein Jurymitglied und den Teilnehmenden «Däshy» direkt auf der Bühne. Es gab also immer etwas zu tun.

Moderatorin Anna

Vielfalt
Am Band-it kommen so viele verschiedene Musikstile zusammen, weshalb es meiner Meinung nach der ideale Ort ist, um neue Musik kennenzulernen und sich von unbekannten Sounds inspirieren zu lassen. Es gab atmosphärischen Synth Rap von Spring, abwechselnde Gitarrenimprovisationen von Bloo Lobster und warme, jazzige Klänge von AskAlberto mit internationalem Flair.

Wer gewinnt das Band-it?
Wie soll man sich zwischen sieben völlig unterschiedlichen Acts für die Besten entscheiden? Zum Glück war das nicht die Aufgabe des Publikums, sondern die der erfahrenen Jury. Für die Rangverkündigung trat die Gewinnerband des letzten Jahres «AMOS» auf die Bühne und gab die besten vier Acts bekannt.

Mosaika schaffte es auf den vierten Platz. Zu fünft kreierten sie die perfekte Stimmung für den Start des Band-it Finales. Sie spielten eigens aufs Finale hin komponierte Songs mit einer melancholischen Note, die im Genre Indie-Pop angesiedelt sind. Ausserdem haben sie in einer Bandbreite an Sprachen gesungen, von Schweizerdeutsch und Englisch bis hin zu spanischen Texten. Das kreierte eine harmonische Stimmung auf der Bühne und zeigte, wie vielseitig ihre Musik ist.

Er brachte richtig viel Energie mit auf die Bühne. Däshy hat zusammen mit Sonara gezeigt, was es heisst, schweizerdeutschen Rap zu rocken und schaffte es am Ende des Tages auf den dritten Platz. Wenn er auf der Bühne steht, merkt man, dass er es liebt, Musik zu machen und das Publikum mit seiner Performance mitzureissen. Seine Songtexte handeln von alltäglichen Gefühlen, die er mit der Welt teilen möchte. Kurz bevor sein Auftritt zu Ende ging, kündigte er den Release seiner ersten EP «äähm sie?» an.

Den zweiten Platz holte sich Buzz Kid. Er widmet sich ebenfalls der Rapmusik und beschreibt seine Musik als «irgendwo zwischen lustigen Wortspielen, ironischer Angeberei, Kifferbars und Raucherecken Talk». Er rappt authentisch über das, was ihm im Kopf herumschwirrt. Mit seinem DJ und Beat Producer Spring, ebenfalls ein Finalact, zeigte er, dass Winterthur für Rap zu begeistern ist.

Schliesslich fehlte nur noch ein Name, der das Podest vervollständigen sollte: Auf den fantastischen ersten Platz hat es das Instrumentaltrio Kiamone geschafft. Sie überzeugten sowohl die Jury als auch das Publikum mit rockigen Riffs, Gitarrenloops, schönen Solis und einem Mix aus verschiedenen Musikrichtungen. Selten war ein Konzert so vielschichtig und unterhaltsam. Herzliche Gratulation! Stay tuned für das detaillierte Interview nächste Woche.

Kiamone bei der Rangverkündigung

Komm vorbei!
Als krönender Abschluss des diesjährigen Band-it spielen die vier besten Acts nochmals am 30. August im Moods in Zürich. Dabei wird für sie ein professionelles Livevideo gedreht. Wenn du sie am Finale verpasst hast, ist das deine Chance, Kiamone, Buzz Kid, Däshy und Mosaika live zu erleben.

Ort: Moods, Schiffbauplatz, 8005 Zürich
Datum: Sonntag, 30. August 2026
Türöffnung: 18:00 Uhr
Eintritt: kostenlos

Die Bilder in diesem Artikel stammen von Matti Flückiger.

Der Abend auf dem Winterthurer Kirchplatz ist noch warm, als feststeht: Altea holt beim Band-it 2025 den zweiten Platz. Eine junge Künstlerin, die R’n’B auf Mundart singt und damit genau das trifft, was ein gutes Live-Set ausmacht: Ehrlichkeit, Präsenz und Songs, die man nicht nur hört, sondern spürt.

Im Gespräch mit Tize-Redakteurin Olivia erzählt Altea, warum sie sich selbst für das Durchziehen dankbar ist, wie Musik ihr «Dafalgan» wurde, wieso sie bewusst Mundart wählt und weshalb sie lieber mit dem Flow geht, als starren Plänen hinterherrennt. Es geht um Unterstützung und Glaube. Dabei steht ein Satz über allem: «Alles kommt von Herzen.»

Diesen Samstag, 9. August findet das grosse Band-it Finale an den Winterthurer Musikfestwochen statt. Das Band-it bietet aber nicht nur jungen Musiker:innen eine Bühne, sondern auch jenen, die gerne reden – und das am liebsten live vor Publikum. Wer sich schon immer mal auf einer grossen Bühne ausprobieren wollte, ist hier genau richtig. Leona, Darian und Grâce gehören zum diesjährigen Moderationsteam und erzählen im Interview, wie sie zum Band-it gekommen sind, was sie am Rampenlicht begeistert und was sie tun, wenn plötzlich etwas Ungeplantes passiert. Ein ehrlicher Einblick in Lampenfieber, Lernkurven und Lieblingsbeats.