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Vor fast drei Wochen durfte das Instrumentaltrio Kiamone am Band-it Finale 2026 den ersten Preis entgegennehmen. Nach ihrem Auftritt erzählen sie, was ihnen dieser Erfolg bedeutet und wie sie es so weit geschafft haben.

«Das Band-it zu schaffen, war für mich wie ein Kindheitstraum», sagt Vito, der Gitarrist von Kiamone. Zur Band gehört auch sein Bruder Ennio, der am Schlagzeug sitzt. «Wir hätten nie gedacht, ins Finale zu kommen», sagt Ennio zu ihrem Erfolg. Zusammen haben sie mit ihrer Band «The Bones» vor ein paar Jahren schon drei Mal am Band-it teilgenommen. Doch dieses Jahr haben sie es zum ersten Mal ins Finale geschafft. Auch für Felix, der das Trio mit seinem Sound am Bass vervollständigt, kam dieser Erfolg unerwartet.

So klingt Kiamone
Erst vor ungefähr einem Jahr stiess er zu den beiden Brüdern hinzu. «Davor hat die Jury uns immer gesagt, dass der Bass fehle», erzählt Vito. Und nun haben sie einen. Ennio und Felix kannten sich aus der Kanti und aus anderen Bandprojekten. So kam es, dass das Trio sich kurz nach ihrem Zusammenschluss am Band-it anmeldete. Sie bringen einen abwechslungsreichen Mix aus Rock, Jazz und Funk auf die Bühne und laden das Publikum ein, sich auf neue Sounds einzulassen. Als Zuhörer weiss man nie, was als Nächstes kommt. Auf ein ruhiges Gitarren-Riff folgen rockige Klänge und es klingt so, als würde man live miterleben, wie sie bei der Bandprobe neue Melodien entwickeln. Die drei zeigen auf beeindruckende Art und Weise, wie abwechslungsreich ihre Musik sein kann.

An der Rangverkündigung erhielt Kiamone eine eigene Band-it Gitarre. (Foto von Matti Flückiger)

Von Gesang zu Instrumental
Als Ennio und Vito noch zu zweit waren, haben sie versucht, Gesangselemente in ihre Songs einzubauen. Doch mit Kiamone sind sie komplett auf Instrumental umgestiegen. «Gesang ist halt nicht so meine Stärke», erklärt Vito. Am Finale waren sie unsicher, ob sie es überhaupt in die Top 4 schaffen würden, da sie die Konkurrenz als sehr stark einschätzten und viele talentierte Sängerinnen und Sänger dabei waren. Doch für sie kommt Gesang nicht mehr infrage. «Dafür ist unsere Musik nicht konzipiert», ist sich Ennio sicher. Sie bleiben der Instrumentalmusik treu.

Ein Blick in die Zukunft
Ihre Freude an der Musik hat sie ins Finale und auf den 1. Platz des Band-it 2026 gebracht. Doch wie geht es nun weiter? Grosse Pläne hat die Band bisher noch nicht. Natürlich möchte Kiamone mehr Aufmerksamkeit, mehr Auftritte und «dass wir nächstes Jahr mal an ein paar Festival spielen können», sagt Ennio. Sie freuen sich deshalb sehr auf ihr Livevideo, das für sie im Moods produziert wird. Denn damit haben sie eine professionelle Aufnahme, womit sie für sich und bei Veranstaltern werben können. Ausserdem können sich die drei Musiker vorstellen, ihr Preisgeld des Band-it für Studioaufnahmen einige ihrer Songs einzusetzen.

Kiamone bei der 1. Qualifikation im Moods. (Foto von Seraina Hirt)

Bis dann, im Moods!
Von der Jury konnten Vito, Ennio und Felix hilfreiche Inputs mitnehmen, die sie an ihrem nächsten Auftritt direkt umsetzen wollen. «Mehr Stage Presence zeigen – dass wir uns das zu Herzen nehmen», sagt Vito.

Vier Acts, eine Bühne: Am 30. August stehen die Besten des Band-it 2026 im Moods auf der Bühne. Bist du dabei?

📌Ort: Moods, Schiffbauplatz, 8005 Zürich
📅Datum: Sonntag, 30. August 2026
⏰Türöffnung: 18:00 Uhr
🎟️Eintritt: kostenlos

Am 8. August spielten die sieben besten Acts des diesjährigen Band-it um die Podestplätze und brachten das Publikum der Winterthurer Musikfestwochen zum Tanzen.

«Ich habe das Gefühl, die Luft ist so elektrisch», sagte Anna, welche dieses Jahr das Finale moderierte. Und da ist tatsächlich etwas dran. An diesem Nachmittag war die Stimmung aufgeladen mit den unterschiedlichsten Sounds. Von instrumentalem Rock, melancholischen Indie-Songs, bis hin zu schnellem Rap war alles dabei.

Grosse Chance für junge Menschen
Das Band-it ist ein Musikwettbewerb für Nachwuchstalente aus dem Kanton Zürich. Es ist DIE Gelegenheit für junge Musikerinnen und Musiker auf die Bühne zu treten, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und sich von deren Musik inspirieren zu lassen. Darüber hinaus profitieren sie nach ihren Auftritten von konstruktivem Feedback der Jury. Doch am Band-it geht es nicht nur darum, wer die beste Performance abliefert, sondern vor allem darum, dass man Spass am Musikmachen hat.

Dieses Jahr standen knapp 50 Acts in sechs Qualifikationen auf verschiedenen Bühnen und die besten sieben haben sich für das Finale qualifiziert: Mosaika, Spring, Bloo Lobster, Däshy, AskAlberto, Kiamone und Buzz Kid. Zudem spielte die beste Schülerband «Tokio Dome» am Samstag als abschliessender Act und brachte mit ihrem Bläsersatz die nicht alltäglichen Coversongs voll zur Geltung.

Schülerband Tokio Dome

Unterhaltung pur
Damit es zwischen den Acts niemandem langweilig wurde, hat die Moderatorin Anna die Zuschauenden unterhalten und sie mit Freude durch den Nachmittag begleitet. «Am Anfang war ich nervös, aber jetzt fühle ich mich mega wohl», sagte sie zum Gefühl, wenn sie auf der Bühne steht. Denn es ist das erste Jahr, dass Anna am Band-it moderiert. Nebst den Ankündigungen der Künstlerinnen und Künstler und dem Vermitteln von Informationen übers Band-it, interviewte sie auch ein Jurymitglied und den Teilnehmenden «Däshy» direkt auf der Bühne. Es gab also immer etwas zu tun.

Moderatorin Anna

Vielfalt
Am Band-it kommen so viele verschiedene Musikstile zusammen, weshalb es meiner Meinung nach der ideale Ort ist, um neue Musik kennenzulernen und sich von unbekannten Sounds inspirieren zu lassen. Es gab atmosphärischen Synth Rap von Spring, abwechselnde Gitarrenimprovisationen von Bloo Lobster und warme, jazzige Klänge von AskAlberto mit internationalem Flair.

Wer gewinnt das Band-it?
Wie soll man sich zwischen sieben völlig unterschiedlichen Acts für die Besten entscheiden? Zum Glück war das nicht die Aufgabe des Publikums, sondern die der erfahrenen Jury. Für die Rangverkündigung trat die Gewinnerband des letzten Jahres «AMOS» auf die Bühne und gab die besten vier Acts bekannt.

Mosaika schaffte es auf den vierten Platz. Zu fünft kreierten sie die perfekte Stimmung für den Start des Band-it Finales. Sie spielten eigens aufs Finale hin komponierte Songs mit einer melancholischen Note, die im Genre Indie-Pop angesiedelt sind. Ausserdem haben sie in einer Bandbreite an Sprachen gesungen, von Schweizerdeutsch und Englisch bis hin zu spanischen Texten. Das kreierte eine harmonische Stimmung auf der Bühne und zeigte, wie vielseitig ihre Musik ist.

Er brachte richtig viel Energie mit auf die Bühne. Däshy hat zusammen mit Sonara gezeigt, was es heisst, schweizerdeutschen Rap zu rocken und schaffte es am Ende des Tages auf den dritten Platz. Wenn er auf der Bühne steht, merkt man, dass er es liebt, Musik zu machen und das Publikum mit seiner Performance mitzureissen. Seine Songtexte handeln von alltäglichen Gefühlen, die er mit der Welt teilen möchte. Kurz bevor sein Auftritt zu Ende ging, kündigte er den Release seiner ersten EP «äähm sie?» an.

Den zweiten Platz holte sich Buzz Kid. Er widmet sich ebenfalls der Rapmusik und beschreibt seine Musik als «irgendwo zwischen lustigen Wortspielen, ironischer Angeberei, Kifferbars und Raucherecken Talk». Er rappt authentisch über das, was ihm im Kopf herumschwirrt. Mit seinem DJ und Beat Producer Spring, ebenfalls ein Finalact, zeigte er, dass Winterthur für Rap zu begeistern ist.

Schliesslich fehlte nur noch ein Name, der das Podest vervollständigen sollte: Auf den fantastischen ersten Platz hat es das Instrumentaltrio Kiamone geschafft. Sie überzeugten sowohl die Jury als auch das Publikum mit rockigen Riffs, Gitarrenloops, schönen Solis und einem Mix aus verschiedenen Musikrichtungen. Selten war ein Konzert so vielschichtig und unterhaltsam. Herzliche Gratulation! Stay tuned für das detaillierte Interview nächste Woche.

Kiamone bei der Rangverkündigung

Komm vorbei!
Als krönender Abschluss des diesjährigen Band-it spielen die vier besten Acts nochmals am 30. August im Moods in Zürich. Dabei wird für sie ein professionelles Livevideo gedreht. Wenn du sie am Finale verpasst hast, ist das deine Chance, Kiamone, Buzz Kid, Däshy und Mosaika live zu erleben.

Ort: Moods, Schiffbauplatz, 8005 Zürich
Datum: Sonntag, 30. August 2026
Türöffnung: 18:00 Uhr
Eintritt: kostenlos

Die Bilder in diesem Artikel stammen von Matti Flückiger.

Am 8. August ist es wieder so weit: Auf dem Kirchplatz in Winterthur steigt im Rahmen der Musikfestwochen das grosse Band-it Finale. Schon seit über 30 Jahren bietet dieser Musik-Contest jungen Musiker:innen aus dem Kanton Zürich eine professionelle Bühne für alle Musikstile. Egal ob Indie, Jazz oder Pop – beim Band-it ist für jede und jeden etwas mit dabei. Über die letzten Wochen haben sich mehrere Dutzend Bands aus dem ganzen Kanton bewiesen und nur die Besten konnten sich einen Platz für das grosse Finale ergattern.

Das Band-it ist nicht nur ein Wettbewerb oder ein Förderprogramm: Wer dabei ist, fühlt sich wirklich wie bei einem richtigen Konzert mit verschiedenen Acts. Über die vergangenen Jahre haben schon Musiktalente teilgenommen, die danach richtig berühmt wurden.

Doch das Band-it lebt nicht nur von der Musik auf der Bühne, sondern auch von den Stimmen zwischen den Acts – den Moderator:innen. Sie durchlaufen einen eigenen Workshop und dürfen sich, genau wie die Musiker:innen, für die grosse Finalmoderation qualifizieren. Eine von ihnen ist Anna. Sie moderiert dieses Jahr das Finale und erzählt im Interview, wie sie zum Band-it gefunden hat, was das Festival von anderen Events unterscheidet und was sie sich vom Publikum wünscht.

Stell dich bitte kurz vor.

Vor dem Band-it habe ich noch nie wirklich etwas mit der Moderation zu tun gehabt – meine gesamte Bühnenerfahrung habe ich bisher im Schauspiel gesammelt. Wegen meiner Lehre als Fachfrau Gesundheit (FaGE) hatte ich dann einige Monate lang keine Zeit mehr für dieses Hobby. Irgendwann habe ich dann online Werbung für die Band-it Moderation gesehen und dachte mir: «Das möchte ich machen!»

Wie bist du zur Finalmoderation gekommen?

Als ich mich für die Moderation angemeldet habe, dachte ich mir zuerst, das sei nur ein Workshop. Erst an diesem Moderationstreffen habe ich erfahren, dass wir die Qualifikationen moderieren können. Über die Qualifikationen hinweg entschied dann das Band-it Team, welche Moderator:innen sich für die Finalmoderation besonders eignen könnten. Bereits an den Qualifikationen merkte ich, wie viel Spass mir das Moderieren macht. Als ich Bescheid erhielt, dass ich das Finale moderieren darf, war die Freude dementsprechend riesig.

Was waren deine Erfahrungen an den Qualifikationen?

Ich durfte zwei Qualifikationen moderieren: einmal am Openair Oberrieden und einmal im Moods. Die Location in Oberrieden war so toll. Die Aussicht war wunderschön und so ein Openair ist halt einfach nochmal etwas anderes. Vor allem stand ich da auch auf einer richtig grossen Bühne. In Moods hingegen war ich viel näher am Publikum dran, was halt eine völlig andere Erfahrung ist. Gerade bei meiner ersten Moderation war ich nervös, weil ich durchs Schauspiel eher gewohnt bin, in eine Rolle zu schlüpfen. Beim Moderieren musste ich lernen, lockerer und vor allem authentisch zu sein.

Was macht das Band-it für dich besonders im Vergleich zu anderen Events?

Einzigartig ist für mich, dass das ganze Team über alle Altersgruppen hinweg zusammenarbeitet – von der jüngsten Moderatorin mit 14 Jahren bis zu den Leitern des Band-it Teams, die schon viel älter sind. Trotzdem ist man auf Augenhöhe und vor allem erhalten wir immer grosse Unterstützung. So wie die Acts vom Feedback der Jury profitieren, profitieren wir von der Moderation vom Feedback unserer Coaches. Ich spüre richtig, wie sie uns helfen wollen weiterzukommen.

Wie reagierst du, wenn auf der Bühne etwas Ungeplantes passiert?

Dann heisst es improvisieren. Wenn mir ein Fehler passiert, gebe ich das lieber offen zu, statt so zu tun, als wäre nichts gewesen. Bei einer Qualifikation habe ich fast meine Notizen fallen lassen. Statt das aber irgendwie zu überspielen, habe ich es offen zugegeben: «Ups, da habe ich fast meine Notizen verloren.» Das Publikum hat dann nur gelacht und genau diese Authentizität macht eine gute Moderation aus.

Wie bereitest du dich konkret auf eine Moderation vor?

Ich schreibe meine Moderation zuerst komplett aus, arbeite dann aber lieber mit Stichworten statt mit einem fixen Text – das wirkt auf der Bühne natürlicher.

Gibt es Momente beim Band-it, die dir besonders im Kopf geblieben sind?

Ja, an der Quali im Moods war das Publikum einfach unglaublich. Eine Schüler:innenband hat da richtig alles gegeben und das ganze Publikum im Saal mitgerissen. Genauso eine Stimmung und eine Crowd, die wirklich mitgeht, wünsche ich mir auch fürs Finale.

Hat das Band-it deinen Musikgeschmack beeinflusst?

Auf jeden Fall. Ich habe an den Qualis sehr viele Bands gehört – 47 Acts gab es insgesamt. Unglaubliche Talente waren dabei. Ich bin selbst grosse Liebhaberin von deutschem Indie, aber am Band-it wurde auch viel Jazz gespielt. Alten Jazz mag ich eigentlich nicht so, aber die neueren Sachen haben mir richtig gefallen.

Was ist dein wertvollster Tipp, um gut zu moderieren?

Gut durchatmen. Und dir selber sagen, dass du das kannst – es gibt einen Grund, warum du da auf dieser Bühne stehst. Du wurdest von diesem Team ausgewählt und darfst auch stolz darauf sein.

Beschreib das Band-it Finale in drei Worten.

Aufregend, groovig und … – Party!

Egal ob auf der Bühne, am Mikrofon oder mittendrin im Publikum: Anna zeigt, dass das Band-it weit mehr ist als ein Musikwettbewerb. Es ist ein Ort, an dem junge Menschen aus dem ganzen Kanton Zürich – egal ob Musiker:innen oder Moderator:innen – Bühnenluft schnuppern, sich ausprobieren und über sich hinauswachsen können.

Komm auch du ans diesjährige Band-it Finale und geniess die Musik der jungen Nachwuchstalente.

📌 Ort: Kirchplatz, 8400 Winterthur
📆 Datum: 8. August 2026
⏰ Zeit: 14:00 – 19:30
🎫 Eintritt: gratis

Die Bilder in diesem Artikel stammen von Seraina Hirt.


Am Samstag, dem 10. August 2024, fand das jährliche Band-it Finale in Winterthur statt. Die sieben besten Bands spielten an den Winterthurer Musikfestwochen um die Preise.  

Mitreißende Musik, ein tanzendes Publikum und durchwegs gute Laune – so präsentierte sich das Band-it Finale 2024. Dank der musikalisch herausragenden Auftritte, der motivierenden Moderation und den begeisterten Fanclubs der Bands herrschte den ganzen Nachmittag über eine bombastische Stimmung. 

Als es um 14:00 Uhr mit dem ersten Act losging, waren wegen der brennenden Hitze noch nicht allzu viele Personen auf dem Kirchplatz. Doch Daetister schaffte es schnell, mit ihrer mitreißenden Musik immer mehr Menschen anzulocken und sogar zum Tanzen zu bewegen. Innerhalb weniger Minuten füllte sich der Kirchplatz. Die Bandmitglieder selbst waren ebenfalls sehr zufrieden mit ihrer Performance – besonders beeindruckend, da sie erst seit wenigen Monaten in dieser Formation proben. 

Daetister

Als Nächstes betrat Bändl die Bühne – die Band, die bereits im letzten Jahr dabei war, brachte sogar ihren eigenen Fanclub mit. Mit kraftvollen Vocals schafften sie es, das Publikum zum Mitsingen zu animieren. Die Teilnahme am Band-it hat ihnen deutlich dabei geholfen, ihre Bühnenpräsenz zu stärken – das zeigte sich besonders daran, wie Leadsängerin Sophie die Bühne souverän für sich einnahm. 

Seulfa & Band erschienen als dritter Act auf der Bühne. Sie waren die Einzigen, die auf Deutsch und Schweizerdeutsch singen. Ihre tiefgründigen Texte und die vielen Instrumentalsoli begeisterten das Publikum. Immer mehr Menschen begannen zu tanzen, besonders als die Band das Lied «Me gustas tú» coverte. 

Weiter ging es mit einem ganz anderen Genre: Punk von Mace Dispute. Die Band rockte nicht nur die Bühne, sondern riss auch das Publikum mit. Früher noch eher im Indie- und Rockbereich unterwegs, hat die Band inzwischen ihren Stil gefunden. Mit energetischem Punk, der durch Metal-Einflüsse ergänzt wird, treffen sich hier zwei Musikwelten. 

Auch Fiddle Jammer brachte eine völlig neue Musikrichtung auf die Bühne. Die Band, die sich hauptsächlich auf instrumentale Musik mit Balkan-Einflüssen spezialisiert hat, begeisterte mit fröhlichen Tanzmelodien und einem energetischen Auftritt. Die neun Mitglieder weisen als Einzelpersonen ein außergewöhnlich hohes musikalisches Niveau auf. So kam es dank der Bandgrösse zu vielen mitreissenden Soloeinlagen. 

Nach der Reise in die Punkwelt und den Balkan ging es weiter mit dem jazzigen Sound von Demolüx. Dass die Band Freude an Dynamik und Kontrasten hat, widerspiegelte sich in ihrem Auftritt eindrucksvoll. Mit ihrer Musik zauberten sie dem Publikum ein Lächeln ins Gesicht und entführten es auf eine musikalische Reise. 

Demolüx

Als letzte Finalband enterte Styrofoam Rain die Bühne. Bereits im letzten Jahr im Finale vertreten, hat sich die Band durch zahlreiche Proben und Auftritte weiterentwickelt und ist nun stärker denn je zusammengewachsen. Dieses eingespielte Team überzeugte mit ihrem kraftvollen alternativen Rock und machte es der Jury nicht leichter, über die Rangierung zu entscheiden.  

Nach den sieben Finalbands ging die musikalische Show weiter mit Sage Green. Sie durften als beste Schüler*innenband 2024 das Publikum mit einer kraftvollen Performance und bekannten Covers unterhalten. 

Sage Green

Wer hat gewonnen? 

Endlich war es dann soweit und der Moment der Rangverkündigung war gekommen. Mithilfe des letztjährigen Gewinners Qeller spannte die Moderation das Publikum und die Finalacts auf die Folter. Begleitet von vielen Emotionen stand am Ende diese Platzierung fest: 

  1. Fiddle Jammer
  2. Seulfa & Band
  3. Bändl
  4. Demolüx


Abgeschlossen wurde der musikalische Nachmittag mit einer stimmungsvollen und packenden Performance von Qeller.  

Das Band-it Finale 2024 war wirklich ein Highlight der Winterthurer Musikfestwochen. Die Bands haben gezeigt, dass Zürich voll von neuen Musiktalenten ist. Doch nicht nur die Musik, sondern auch die Stimmung war super – auf, vor und hinter der Bühne. Die Bands unterstützten sich gegenseitig, freuten sich über die Performances der anderen und die tolle Stimmung projizierte sich auch auf das Publikum, das mittanzte, mitklatschte und mitsang.  

Was sind die nächsten Ziele der Bands?  

«Mit unserer Musik auf den Mars zu kommen» antwortete Mace Dispute. Sogleich antwortete Demolüx: «Wir wollen auf den Mond damit.» Doch nach dem Spässeln verrieten die Bands, dass es ihr Ziel sei, den Menschen eine Freude zu bereiten. Viele Finalbands sind auch schon an einem ersten Album dran – den einen oder anderen Bandnamen wird man somit auch in Zukunft noch zu hören bekommen. 

Das Band-it ist ein Musikwettbewerb für junge Talente und bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, professionelle Auftrittserfahrung zu sammeln, neue Kontakte zu knüpfen und unter tosendem Applaus im grellen Rampenlicht die Bühne zu rocken. Mehr über den angesagten Newcomer Contest aus dem Kanton Zürich findest du unter Band-it.ch



Die Bilder in diesem Artikel stammen von Ethan Welty

Bald ist es wieder so weit: Das Band-it Finale 2024 findet am Samstag, dem 10. August, auf dem Winterthurer Kirchplatz statt. Nach sechs Qualifikationen im Mai und Juni werden nun die besten Bands auftreten.

Komm auch du am diesjährigen Band-it vorbei und geniesse die Musik der jungen Nachwuchstalente.

📌 Ort: Kirchplatz, 8400 Winterthur
📆 Datum: 10. August 2024
⏰ Zeit: Ab 14 Uhr
🎫 Eintritt: Gratis

Aber nicht nur die Bands dürfen Bühnenerfahrung schnuppern – die Moderation selbst besteht auch aus Nachwuchstalenten. Die vier Moderierenden des diesjährigen Band-it Finals geben hier im Interview einen Einblick hinter die Kulissen des Band-it.


Alexis Brunner

Cyril Keller

Destiny Huber

Phoebe Lüscher

Bitte stellt euch doch kurz vor.

Alexis: Ich bin Alexis Brunner. Momentan absolviere ich eine Lehre als Mediamatikerin in der Migros. Ich liebe es zu singen und bin auch in der Pfadi.

Cyril: Ich bin Cyril Keller. Aktuell arbeite ich als Mediamatiker bei der Swisscom.

Destiny: Mein Name ist Destiny Huber und momentan befinde ich mich im Bachelorstudium, um Primarlehrerin zu werden. Ich liebe es zu tanzen und zu backen.

Phoebe: Ich bin Phoebe Lüscher und habe bis vor Kurzem ein Moderationspraktikum bei Radio Top gemacht. In der Freizeit tanze ich gerne.

Ihr werdet dieses Jahr gemeinsam das Band-it Finale moderieren. Wie ist es dazu gekommen?

Alexis: Eigentlich wäre ich von selbst nie darauf gekommen. Doch eines Tages hat eine Kollegin mich auf den diesjährigen Moderations-Workshop aufmerksam gemacht und ich habe schnell gemerkt, wie sehr mir das Moderieren gefällt – gerade, weil Musik eine wichtige Rolle für mich spielt und ich ein kommunikativer Mensch bin.

Destiny: Ich bin seit mehreren Jahren Teil der Band-it-Familie. 2022 hatte ich bereits die Chance, das Band-it Finale zu moderieren, letztes Jahr das Openair Altendorf und dann sogar alleine das BandXsz, das Pendant zum Band-it im Kanton Schwyz.

Cyril: 2013 habe ich bei SRF Zambo zum ersten Mal moderiert, bevor ich zum Jugendradio 4 TNG in Winterthur wechselte. Dort wurde ich auf das Band-it aufmerksam gemacht. So bin ich 2017 in die Band-it Moderation gerutscht und habe seither mehrmals als Moderator mitgewirkt.

Phoebe: Auch ich bin über das Radio 4 TNG aufs Band-it gestossen, da es als gute Übung zum Moderieren auf einer Bühne anstatt im Radiostudio empfohlen wurde. 2019 habe ich erstmals im Rahmen des 30jährigen Band-it-Jubiläums moderiert. Nun bin ich seit fünf Jahren mit dabei.

Destiny, Cyril und Phoebe, ihr habt das Band-it Finale schon einmal moderiert. Was hat euch denn am meisten daran gefallen?

Phoebe: Die Freiheit. Abgesehen von einigen Vorgaben kann man seine Moderationen so gestalten, wie man möchte. Man wird auch sehr gepusht und es macht deshalb viel Spass.

Cyril: Winterthur ist so ein schöner Ort und dort auf einer so grossen Bühne moderieren zu dürfen, war wirklich wahnsinnig.

Destiny: Das Band-it hält immer viele Überraschungen und Höhepunkte bereit. Nebst der beeindruckenden Bandbreite von verschiedenen Musikrichtungen hat mich auch die Stimmung auf und neben der Bühne begeistert.

Alexis, für dich ist es das erste Mal, dass du das Band-it Finale moderierst. Wie fühlst du dich?

Alexis: Am Finale gibt es noch viel mehr Zuschauerinnen und Zuschauer als an den Qualifikationen. Dementsprechend bin ich zwar nervös, aber ich weiss, dass diese Nervosität verfliegt, sobald ich auf der Bühne stehe. Es ist eine coole Chance, auf so einer Bühne zu moderieren und ich freue mich schon jetzt darauf!

Was ist euer wertvollster Tipp, um gut zu moderieren?

Alexis: Man sollte sich getrauen, Fehler zu machen. Wenn man den Text vergisst, einfach weitermachen – das Publikum nimmt es einem nicht übel. Und sobald man weiss, dass Fehler okay sind, nimmt man das Ganze auch lockerer und das Improvisieren fällt einem leichter.

Cyril: Immer ruhig blieben und auch mal eine Pause mehr machen. Die Leute kommen sonst gar nicht nach und es ist immer gut, ihnen mal kurz Zeit zu geben.

Destiny: Auf der Bühne sollte man stets authentisch sein und sich nicht verstellen. Ehrlichkeit und Authentizität machen es am einfachsten, natürlich zu moderieren.

Phoebe: Bleib du selbst. Du weisst am besten, was du selbst erzählst. Wenn man etwas Falsches sagt, merkt das Gegenüber das nicht. Gib den Fehler zu, mach weiter, du bist der Profi und weisst am besten, um was es geht.

Auf was freut ihr euch besonders beim diesjährigen Finale?

Cyril: Nach sieben Jahren ist es wieder so weit, dass ich beim Band-it dabei sein kann. Auch freue ich mich, wieder mit anderen tollen Moderatorinnen auf der Bühne zu stehen.

Alexis: Dass ich nochmals auf der Bühne stehen darf, aber auch, dass ich die anderen Moderierenden wieder sehen kann.

Destiny: Ich freu mich darauf, mit meinen Co-Moderierenden und den Acts das Finale zu etwas Besonderem und Einmaligem zu machen, die Atmosphäre und den Moment zu geniessen, das Publikum zu begeistern und Spass zu haben.

Phoebe: Dieses Jahr sind wir zu viert in der Finalmoderation. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit den anderen. Mit Alexis habe ich dieses Jahr schon zuvor an einer Band-it-Qualifikation im Gaswerk moderieren dürfen und weiss, dass wir super zusammen harmonieren. Mit den anderen zwei wird es eine Premiere, weshalb ich sehr gespannt und voller Vorfreude darauf bin.

Seid ihr durchs Band-it auf neue Musik gestossen, die euch seither gefällt?

Alexis: Das Band-it bietet zwar eine recht breite Musikpalette, aber auch ich selbst höre in meiner Freizeit alles mögliche von Pop bis zu Musicalliedern. Deshalb bin ich zwar nicht auf neue Musikgenres gestossen, folge nun aber einigen Sängern auf Insta, da mir ihre Musik sehr gefällt.

Cyril: Das Band-it trifft genau meinen Musikgeschmack. Die Musiktalente dort überzeugen, das wird die Musik der nächsten Generation sein.

Seid ihr selbst auch musikalisch?

Alexis: Ich liebe es zu singen. Deshalb bin ich unter anderem am Konservatorium Winterthur.

Destiny: Seit 11 Jahren spiele ich klassische, elektrische und Western-Gitarre und habe auch selber Songs geschrieben.

Cyril: Früher habe ich Klavier und Keyboard gespielt. Inzwischen gefällt es mir, als DJ aufzulegen, vor allem in Richtung House.

Beschreibt das Band-it Finale in drei Wörtern.

Phoebe: Einzigartig. Spannend. Aufwühlend.

Cyril: Es wird heiss, spannend und wahnsinnig musikalisch. Auch das Wort «Tanzen» muss ich unbedingt noch erwähnen, also sind es wohl doch vier Worte.

Destiny: Mitreissend. Virtuos. Euphorisch.

Alexis: Vielfältig. Gemeinschaftlich. Leidenschaftlich.

Gibt es sonst noch was, das ihr sagen wollt?

Cyril: Kommt unbedingt vorbei, es ist gratis und lohnt sich wirklich!

Phoebe: Das Moderieren ist eine extrem wertvolle Erfahrung. Wenn auch du moderieren möchtest, melde dich an und werde ein Teil der Band-it-Familie.

Destiny: Let’s rock!



Mehr Informationen findest du unter www.band-it.ch.

Der Musiktipp dieser Woche ist Inhaler, eine irische Band aus Dublin, welche neuen Schwung in die Rockszene Grossbritanniens bringt.

Am St. Andrews College in Dublin, schlossen sich 2012 Elijah Hewson, Robert Keating, Josh Jenkinson und Ryan McMahon zu einer Band zusammen. Gestartet als Kollegen, die gerne miteinander jammten, releaste die Band ihre erste Single im Jahr 2017. Am 16. Juli 2021 folgte der ersehnte Release ihres Debüt-Albums namens » It Won`t Always Be Like This». Der Grossteil des Albums wurde während der Quarantäne aufgenommen und die meisten Lieder per Zoom geschrieben. Das Ergebnis ist ein Alternativ-Rock Album, fresh und trotzdem beeinflusst von früheren Musikern.

Während in der Mainstream- Szene momentan sehr auf Pop-Punk gesetzt wird, erinnert » It Won«`t Always Be Like This» eher an 90s Rock. Die Melodien werden von der Gitarre und dem Schlagzeug geleitet und explodieren im Chorus zu anthemischen Hooks. Der Titel-Track hat etwas optimistisches wobei Hewson von verwirrenden Gefühlen singt und im Refrain trotzdem bekennt, dass es nicht immer so bleiben wird. Einer meiner Lieblingstracks » In My Sleep» lamentiert darüber, wie das wahre Ich sich erst im Traum entfalten kann und die Realität bloss eine Aneinanderreihung von ereignislosen Tagen ist. Durch das Album zieht sich das Thema von Escapism, irgendwie der Realität zu entkommen und seine wahren Gefühle und Ängste zu offenbaren. Die Liebe kommt auch nicht zu kurz, wobei eher die schmerzhafte Seite betont wird. » Slide Out The Window» erzählt die Geschichte einer Beziehung die langsam zu Ende geht, doch nur schwer zu vergessen ist.

Mit ihrem Debüt-Album, welches Nummer 1 der Charts in Irland und Grossbritannien erreichte, liefert Inhaler ein zündendes Rock- Album an unsere Zeit angepasst. Griffige Melodien und das vertraute Zusammenspiel der Band bilden das solide Fundament jedes Songs. Die Lyrics sind ehrlich und prägnant, perfekt zum mitschreien am Konzert.

Wer ein Fan von 90s Bands wie Oasis oder The Stone Roses ist, wird Inhaler genau so mögen. Elijah Hewson, der Leadsänger, stammt übrigens selbst von einer Rock-Legende ab, sein Vater ist U2-Sänger Bono.

Inhaler ist momentan auf Tour in Grossbritannien und kommt am 8. Mai 2022 ins Mascotte nach Zürich! Tickets sind online zum Verkauf erhältlich.

Hier, noch das Musikvideo von » It Won`t Always Be Like This» :