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Seit inzwischen mehreren Monaten hält das Coronavirus die Welt in Atem. Es ist unbestritten, dass die Krise uns den Frühling vermiest. Doch auch in diesen Zeiten müssen wir wenigstens ein bisschen optimistisch bleiben. Optimistisch, dass die Krise bald vorüber ist aber auch optimistisch, dass die Krise uns weiterbringt. Daher ist es mein Ziel in diesem Artikel, 3 Aspekte aufzuzeigen, in welchen das Virus etwas Positives mit sich bringt.

In den Medien gibt es täglich neue Schlagzeilen, doch ständig liest man vom Selben: Vom Hass, der die Leute auf dieser Welt langsam erfüllt und hartnäckig jeder ihrer Entscheidungen und Worte beeinflusst. Man kann kaum noch den Leuten Glauben schenken, die über Nächstenliebe sprechen. Wieso sind wir Menschen so hasserfüllt?

Wir haben wohl alle langsam genug gehört vom Corona-Virus, von Verrückten, die die WC-Papier- und Teigwarenregale leer kaufen und von Idioten, die sich trotz Verbot vom Bundesrat immer noch in 10 köpfigen Gruppen im Park treffen. Aber trotzdem will ich dir hier eine kurze Geschichte erzählen; eine Geschichte, die so oder so ähnlich passiert ist, aber ganz sicher so passiert sein könnte.

Mit sanfter Stimme flüstern, mit den Fingerspitzen auf das Glas tippen, langsam über das Mikrofon streichen. Greife nach deinen Kopfhörern und entspanne dich.

Autonomous Sensory Meridian Response – kurz ASMR, nennt sich der Trend. Heutzutage ist ASMR nicht mehr von der YouTube Szene wegzudenken. 2010 noch beschmunzelt, wurden nur vier Jahre später bereits die bekanntesten Clips millionenfach angeklickt. Kribbeln im Kopf, beschreibt ASMR wohl am besten, meint Schweizer Model und ASMR-Artistin Gina Carla.

Anhand von Triggers will man die Zuschauer in seinen Bann ziehen. Ein Trigger ist ein Auslöser für das Kribbeln im Kopf. Es gibt verschiedene Arten von ASMR Videos. Typische Auslöser sind leichte Berührungen von Gegenständen, sanftes Flüstern oder Mundgeräusche.

Nicht jeder reagiert gleich auf ASMR Triggers. Manche mögen Videos, in denen gegessen wird. 7,1 Mio Menschen schauen dem ASMR Artisten Zach Choi zu, wie er sich durch die Essenspalette isst. Andere Artisten, so auch ASMR Gibi schlüpfen für ihre Videos in unterschiedliche Rollen. Mal Ärztin, mal die grosse Schwester, die dein Make-up macht. Und damit hat Gibi Erfolg. 2.5 Mio Abonnenten zählt die junge YouTuberin.

Gina Carla ist keine Unbekannte in der ASMR Szene. Über 340’000 Personen hören der jungen Schweizerin auf ihrem YouTube Kanal zu. Von Entspannungsvideos kann Gina noch nicht leben.

Viele sehen in ASMR auch etwas Sexuelles. Mundgeräusche seien einfach erregend, so viele Kommentare unter verschiedenen ASMR Videos. Gina Carla findet ganz klar, dass ASMR nicht der sexuellen Erregung diene. Sie behauptet, dass generell mehr Männer auf YouTube unterwegs seien. Zudem liege die Freizügigkeit im Auge des Betrachters.

Wissenschaftlich erforscht wurde ASMR noch kaum. ASMR zu erforschen ist schwierig, da es sich hier um eine subjektive Empfindung handelt. Viele Neurologen, so auch der Wiener Neurologe Wolfgang Lalouschek behaupten:

„Aus heutiger Sicht gibt es keine wirkliche neurologisch, organische Erklärung, die man ASMR eindeutig zugrunde legen könnte.“


Hast du schon einmal ASMR Videos geschaut? Spürst du das Kribbeln oder entspannen dich die Videos einfach?

Frisch mit schicken Vokuhilas (für alle, die diese Abkürzung nicht kennen: Haarschnitt, welcher vorne kurz und hinten lang ist) raus auf die Strasse, im Kino lief grad E.T. der Ausserirdische. In den Ohren dröhnt a-ha mit ihrem Megahit Take On Me aus dem nigelnagelneuen Walkman. Das T-Shirt strahlt in einem neonfarbenen Grün jedem schon von Weitem entgegen.

«Nicht du jetzt auch noch», schimpfe ich mit mir selbst, als ich am Dienstagmoren im vollgestopften Pendlerzug von Olten bis Bern zu schreiben beginne. «Das Thema Coronavirus ist doch sonst schon omnipräsent! Öffnest du Instagram: Corona Memes. Jede beliebige News App: Coronavirus hier. Twitter: Coronavirus da. Und so weiter…” Es stimmt, das Coronavirus scheint momentan das schweizweit wichtigste Thema zu sein. Daraus kann nur eines folgen: Beim Öffnen von Tize wird man nun ebenfalls lesen, was sonst schon überall präsent scheint: Das Coronavirus, ein Kommentar.

Kurt Cobain wäre letzte Woche, am 20. Februar, 53 Jahre alt geworden. Mehr als fünfzig Jahre sind vergangen, seitdem er Selbstmord begangen hat und mit 27 Jahren gestorben ist. Bis heute gilt der Frontman von Nirvana als der letzte echte Rockstar und wird als Ikone gefeiert. Fast kein Musiker aus den 90er Jahren ist über Generationen so in den Köpfen von den Menschen geblieben wie Cobain.

Sein Tod ist bis heute umstritten und die Theorien dazu sind äusserst verschieden. Manche glauben, es sei wie in der Zeitung berichtet tatsächlich Selbstmord gewesen, andere deuten auf Mord und wenige behaupten, Kurt Cobain lebe bis heute noch an einem unbekannten Ort. Mit 27 ist der talentierte Sänger und Songwriter im gleichen Alter gestorben wie einige berühmte Musiker vor ihm. Amy Winehouse, Jimi Hendrix und Janis Joplin sind einige grosse Namen in der Musik, welche auch mit dem selben Alter umgekommen sind wie Cobain und zusammen den berüchtigten «Club 27» bilden. In einer Dokumentation über das Leben von Kurt wird erwähnt, dass der Rockstar anscheinend besessen von der Idee war, zu diesem Club zu gehören und sich darum das Leben genommen hat.

Natürlich bleibt Cobain auch noch bis heute in Erinnerung wegen seiner Musik. Seine Band Nirvana gehört zu den erfolgreichsten Bands aller Zeiten. «Smells Like Teerspirit», der wohl monumentalste Hit der Band, spielt heute noch in Clubs und ist eines der bekanntesten Lieder aller Zeiten. Nirvana machte Grunge zu Mainstream, ohne es wirklich zu wollen. Die depressiven und abstrakten Texte zu den Liedern wurden alle von Cobain verfasst und fanden bei Jugendlichen in der ganzen Welt Anklang. Kurt Cobain wurde als Sprecher der Generation X, der Jugend der 90er, bezeichnet und der Sound von Nirvana wurde zum Sound der Rebellion gegen Eltern und die Gesellschaft. Die Band und vorallem Kurt litt unter dem grossen Erfolg, den sie nach der Veröffentlichung ihres zweiten Albums «Nevermind» hatten.

Neben all dem werden auch die progressiven Ansichten von Kurt Cobain und Nirvana gefeiert. Folgendes Zitat ist auf der Innenseite des Albums Incesticide zu lesen : «At this point I have a request for our fans. If any of you in any way hate homosexuals, people of different color, or women, please do this one favor for us — leave us the fuck alone! Don’t come to our shows and don’t buy our records.»

Letztlich bleibt, dass Kurt Cobain mit Gitarre in der Hand den Mythos Rockstar verkörperte. Der schmächtige Mann mit halblangen blonden Haaren und abgenutzten Kleider wurde von Massen von Fans angebetet und wie ein Gott hochgehoben. Sein gutes Aussehen brachte die Mädchen zum Kreischen und seine Musik verwandelte jedes Publikum in ein riesiges Moshpit. Mehrere Male endeten Konzerte der Band im Chaos, da das ganze Equipment von der Band selbst zerstört wurde, wie man es von echten Rockstars erwarten würde.

Musiktipp : Neben allen Liedern von Nirvana, vorallem das MTV – Unplugged Set der Band in New York.