Trotz Corona konnten sich auch dieses Jahr im Rahmen des Swiss Economic Forums (SEF), verschiedenste Führungskräfte aus der Schweizer Politik und Wirtschaft treffen. Das diesjährige Motto war «Walk the Line?», also sollten wir nach der Linie laufen und somit eher wenige Risiken eingehen? Eine Frage, die speziell in Corona Zeiten nicht nur für Unternehmerinnen und Unternehmer interessant ist. Es gab also Plattformen für eine Menge spannender Diskussionen.

Das SEF ist eine jährliche Veranstaltung, an der sich Führungskräfte mit verschiedensten Hintergründen treffen. Das sind UnternehmerInnen, Vorstandsmitglieder oder auch PolitikerInnen. Das Ziel dabei ist es einerseits, an spannenden Präsentationen teil zu nehmen und andererseits wertvolle Kontakte zu knüpfen. Dieses Jahr, sah die Veranstaltung aufgrund der COVID-19 Pandemie etwas anders aus. Geplant war nämlich das Forum Ende Mai in Interlaken durchzuführen. Da die Lage im Frühjahr eine solche Veranstaltung verunmöglichte, wurde das Forum verschoben. Das SEF fand jetzt am 2. und 3. September in Montreux statt.

Trotz der Verschiebung waren die Speaker nicht weniger spannend. Prominente Persönlichkeiten wie Guy Parmelin (Bundesrat SVP), Gianni Infantino (FIFA Präsident), oder Francois Hollande (ehem. Präsident von Frankreich) teilten ihre Erfahrungen, Ansichten und Eindrücke. Mein persönliches Highlight war jedoch der Talk des Abenteurers und Autors Bear Grylls. Er erzählte von den drei „F“s, die ihn durchs Leben begleiten. Das erste „F“ steht für «Failure». Das Scheitern und immer wieder Probieren haben ihn zu dem gemacht, was er heute ist. „F“ Nummer zwei steht für «Fear». Dass man bei Dingen wie Klippen springen immer mal wieder mit Ängsten konfrontiert ist, scheint logisch. Grylls akzeptierte diese Ängste und überwand sie. Auch wenn wir nicht so regelmässig aus Flugzeugen springen wie der Survivalexperte, können wir diese Mentalität auf unser Leben und unsere Ängste übertragen. Das letzte „F“ welches Grylls den Teilnehmenden mitgab war «Fire». Damit meinte er eine immer in sich währende Energie, die ihn stets vorantrieb.

Doch auch neben den Speaker war das Programm des SEF bestens organisiert. Am Donnerstagnachmittag konnten die Teilnehmenden an verschiedenen Breakout Sessions teilnehmen. An diesen erzählten diverser Firmen aus ihrem Geschäftsalltag und aus den Herausforderungen die sie bewältigen. Um eine Verbreitung des Coronavirus zu verhindern, war das gesamte Publikum in 4 Sektoren unterteilt. So kam nicht jeder mit jedem in Kontakt und man verminderte das Risiko eines Superspreaders. Ausserdem galt in geschlossenen Räumen des Forums eine Maskenpflicht. Auch sonst galt die Empfehlung stets eine Maske zu tragen.

In den vergangenen Jahren legte das SEF auch Wert darauf die Junge Generation zu unterstützen. Die nächste Generation von Unternehmern. Im SEF.NextGen Camp bekommen rund 30 Jugendliche die Möglichkeit einen Einblick in den Unternehmeralltag zu bekommen. Die Teilnehmenden erarbeiten Lösungen für Geschäftsfälle, die verschiedene Unternehmen einbringen. Das Finale der Woche besteht darin, einen Pitch (Kurzvortrag) mit der entwickelten Lösung vorzubereiten und zu präsentieren.

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