Hinweis der Redaktion und des Vorstands von Tize
Der nachfolgende Artikel gibt ausschliesslich die persönliche Meinung der Autorin wieder. Er spiegelt weder die Haltung noch die Position des Vereins Tize oder seines Vorstands wider.
Tize versteht sich als Plattform für medieninteressierte junge Menschen, die sich ausprobieren und erste journalistische Erfahrungen sammeln möchten. In diesem Rahmen veröffentlichen wir unterschiedliche Beiträge und Perspektiven. Meinungsäusserungen einzelner Autorinnen und Autoren sind dabei nicht als offizielle Stellungnahmen des Vereins zu verstehen.
Der Verein Tize macht sich die im Artikel vertretenen politischen Einschätzungen ausdrücklich nicht zu eigen.
Hinweis der Autorin
Der Text spiegelt meine persönliche politische Orientierung wider und ist als lyrische Kunst zu verstehen. Ich möchte damit weder Gewalt verherrlichen noch irgendeine politische Meinung als ,,richtig» betiteln.
Am Morgen liegt die Welt in Grau,
der Himmel schwer, you know how.
Die Strassen flüstern Staub und Leid,
die Herzen brennen still vor Zeit.
SCHLAGZEILE:
„NEUER KRIEG BEGINNT“
Die Nachricht trifft wie kalter Regen,
zerreisst die Seelen, bricht den Segen.
Ein Name nur wird hier gezählt,
ein Schrei verhallt, der niemand wählt.
Die Mütter stehen stumm am Tor,
die Angst ihr steter dunkler Chor.
Die Zeit sie drängt, sie schlägt, sie schmerzt,
und jedes Herz im Innern schwärzt.
Ein alter Mann am Fenster lehnt,
sein Rücken krumm, sein Atem fremd.
Er war einst stark, er war einst jung,
nun trägt er nur Erinnerung.
SCHLAGZEILE:
„ERNEUT TAUSENDE FLÜCHTLINGE TOT – LAUT REGIERUNG WITTERUNGSBEDINGT“
Die Wege staubig, leer und heiss,
das Meer verschlingt ein leises Weiss.
Ein Schuh, ein Kind, ein leeres Bett,
ein Leben, es bleibt nun nur ein Kinderskelett.
Die Wellen tragen namenlos,
die Welt vergisst, wer auf dem Floss.
Und irgendwo in warmem Licht,
scrollt man durch Schmerz, man sieht ihn.
SCHLAGZEILE:
„KLIMAKRIESE IMMER SICHTBARER– WIR SIND SELBSTBESTIMMT“
Der Sommer brennt auf nackter Haut,
der Wald ist kahl, der Himmel traut.
Die Flüsse ziehen sich zurück,
als schämten sie sich Stück für Stück.
Ein Mädchen malt mit grüner Hand
die Welt, die friedlich bleibt im Land.
Doch jemand wischt die Kreide fort,
„Später“, sagt man, „nicht an diesem Ort.“
SCHLAGZEILE:
„ARMUT STEIGT – REICHTUM KONZENTRIERT SICH“
Die Städte glitzern, kalt und blank,
doch unter Brücken knirscht der Dank.
Ein leerer Blick, ein stummer Schrei,
die Waage kippt,
die Welt ist frei?
Ein Bruder fragt den andern still,
war Hass der Anfang, war es ihr Will’?
Die Welt zerfällt in uns, und wir,
die Wahrheit bricht und flieht wie wir.
SCHLAGZEILE:
„GESCHLECHTERSPEZIFISCHE GEWALT NIMMT ZU – FÜR DIE POLITIK NICHT GRIFFIG “
Die Nächte dröhnen, laut und schrill,
die Herzen kalt, kein Lebenssinn.
Doch irgendwo, fast unbemerkt,
hält jemand die Hand, die Hoffnung trägt.
Die Welt ist schwer, der Schmerz ist gross,
doch bleibt ein Keim in jedem Schoss.
Zwischen den Zeilen, hart und klar,
lebt noch ein Trotz, der sagt: Wir waren’s.
Doch wer trägt Schuld an diesem Leid,
an Hunger, Krieg und Dunkelheit?
Nicht Sturm, nicht Meer, nicht wilde Flut,
es ist des Menschen eigene Wut.
Die Mächtigen in hohen Hallen
entfesseln Krieg, lassen Länder fallen.
Sie zählen Geld und Macht allein,
während die Welt im Schmerz vergeht.
SCHLAGZEILE:
KONNTE NICHT GELADEN WERDEN
09.1.2026, 11:25 Uhr
Text von: Anonym
Warum tun wir uns das an
Warum sind Medien meistens blind
Warum sieht man den Fehler nicht
Warum nur schweigt die Politik
sie entfernt sich weiter von ihrer Pflicht
Die Reichen lachen, kalt und stumm,
sehen zu, wie sie sich erheben,
Über Staat und über Land, als wären sie dumme, reiche Analphabeten
Die Armen bluten, hungern, schreien,
doch ihre Stimmen will man nicht verzeihen.
Die Welt ist schwer, sie killt sich selbst,
oder um es einmal deutlich zu sagen:
Sie wird gekillt von Kapital.
Von Machtergreifung, Genozid und Massenmord
Von Klimakrisa an Klimakatastrophe an tausenden Toten
Die Reichen tun so, als hätten sie ein Bingo so Regeln oder eine Religion mit zehn Geboten,
an denen sie alles relativieren
Der Staat der hat nen Gewaltapparat
Deshalb auch ,,Meinungsfreiheit’’ ganz optional.
Ich würde sagen wir sind perimortal,
Kurz vor der Katastrophe,
die uns zeigt,
dasss Kapital und Menschlichkeit nicht, Kapital und Menschlichkeit im Klassenkampf
vereinen kann
Denn wir als Menschenmasse hier
können nichts.
Wir sind nur wir.
,,Wir hassen alle Ideologien und ,,Wokeness‘‘.
Und vor allem bleiben sie weg von den Kommunisten.
Da gibt es doch nur tausende Tote.»
Wir brauchen Vereinigung, wir brauchen Struktur
Wir brauchen Macht in unserer Hand
Wir brauchen keinen Staat und auch keine Macht
Wir brauchen kein Gewaltsystem und kein Militär
Auch Reformen und Heteronormativität
Sind Dinge, die für mich nicht zählen
Ebenso Autorität.
Wir brauchen kollektive Solidarität
Ein Klassenkampf
Und wenn ich mich jetzt schon so wage
Dann sag ich mal, als wäre es gleichgestellt:
Wir brauchen eine Revolution auf dieser Welt.
Die Idee zu pflanzen ist das Ziel,
sie umzusetzen ist Theorie.
Wir müssen kämpfen gegen Staat und Kapital.
Und wenn sich nun einer fragt, weshalb denn der Staat?
Wir haben Grenzen GEZEICHNET, Wir haben Länder erschaffen.
Und wie ich immer so schön predige,
Sind Staaten ideelle Gesamtkapitalisten.
Verstehst du nun, weshalb
Um Moral jetzt zu ergreifen, möchte ich jetzt appellieren an die Herzen jener Menschen die
noch denken,
die noch nicht kein Bingo haben, einem nicht realen Menschen trauen und Wesen töten, als
hätten sie so zehn Gebote.
Weil wir sind Menschen,
alle fast gleich und doch so anders.
Wir sollten den Medien nicht vertrauen,
die von oben zeichnen.
Und das das war aus keiner Zeitung auch nicht aus dem Radio
das ist ein Text aus dem Widerstand.
Weil mal wieder wer erkannt
dass Rechts und links nicht gleich sein können.
Es ist es nicht so,
dass eine hochgradig menschenfeindlich ist,
das andere, wie ich schon sagte
meist kollektiv solidarisch.
Und nun ein letztes Mal damit es alle verstanden haben:
Wir kämpfen gegen ein System, und ja, da sind wir alle drin, aber es gibt nicht viele, die
besitzen
Also schütze nicht das Kapital,
weil dadurch würde ich schon fast behaupten, dass auch du es nicht verstehst.
Wir kämpfen gegen Kapital.
Es wurde erfunden und ist theoretisch nicht real.
SCHLAGZEILE:
ES IST PASIERT, ES IST KATASTROPHAL
Marginalglosse:
An alle die sich jetzt hilflos fühlen und sich selbst überdenken. Ich möchte euch nun nicht belehren also fasst es nicht so auf.
Ihr könnt nur semi-vieles tun, weil wir als Ableiterinnen halt auch einfach kein Kapital akkumulieren
Wir sind nicht unser eigener Feind. Wer ist denn unser eigener Feind?
Ich sage es, obwohl es jeder verneint: Es sind die Menschen, die besitzen. Die Menschen, die unsere Arbeitskraft, die Firmen und die Produktionsmittel im Allgemeinen unumstritten einfach besitzen.
Habt ihr euch schon mal gefragt, weshalb uns gelehrt wird, dass wir arbeiten gehen müssen?
Und vielen macht ihr Job keinen Spass, weil man tut es ja auch nur für Geld.
Wir wissen alle, dass wir arbeiten müssen, um nicht irgendwie stehen zu bleiben. Aber gibt’s da nicht eine Hierarchie, die bestimmt, wer wie viel verdient? Wait, da sind wir alle eingeweiht. Man nennt das ja auch Lohnarbeit, weil ohne Geld auch kein Konsum, und ohne Konsum ja auch kein Leben. Denn wir müssen ja für alles zahlen: Für Wohnung, Strom und Lebensmittel – es ist fundamental.
Am Ende gehört sich offensichtlich ein Epilog,
in dem ich Kontext gebe auf den Inhalt, als hätte ich einen Fragenkatalog.
Ich bin verzweifelt, führe fast schon einen Selbstdialog.
Ich habe mich gebildet, was erstaunlich klingen mag.
Die Schule hat da nichts getan, ausser bodenlos versagt.
Ich sehe überall Probleme, für die ihr als Arbeiterinnen keine Verantwortung tragt. Aber warum sage ich „ihr“ und nicht „wir“?
Weil ich 16 bin, kurzgesagt.
Ich gehöre zu euch, aber für den Reim war mir das „wir“ halt zu schad.
Ja, ich geh auch demonstrieren, alles andere wäre nicht so adäquat.
Ich bin auch revolutionär und habe etwas gegen Vater Staat.
Ich bin Feminist, also fick das Patriarchat.
Ich möchte mich nun auch noch bedanken
bei allen, die mir geholfen haben, nicht weiter zu erkranken.
Ihr seid fast wie das Äquivalent zu Billiarden Bilanzen.
Ich sage nun am Schluss auch euch Danke fürs Lesen und hoffe fest, dass ihr es wagt zu
überdenken, was ihr sonst so alles tut, und dass es genug erbracht hat.
Ich hoffe, diese interessante, relevante Konfrontation war ausreichend imposant.