„Grand Army“, die neuste Teen-Serie von Netflix spielt in East New York und handelt von verschiedenen Schüler an der Grand Army Highschool. Joey del Marco, eine rebellische Feministin gilt als das Popular Girl der Schule. Dom ist Basketballspielerin und hat zuhause mit Finanzproblemen zu kämpfen. Sid ist Teil des Schulschwimmteams und ist sich seiner Sexualität unsicher. Jayson ist musikalisch talentiert und versucht an eine Prestige-Universität zu kommen. Leila ist adoptiert, depressiv und hat ihren Platz an der Schule noch nicht wirklich gefunden. Diese fünf Hauptcharaktere bilden den Kern der Serie und in neun Folgen wird man näher in ihr Leben eingeführt.

„Grand Army“ spielt im Jahr 2020 und behandelt mit düsterem Unterton Themen wie Rassismus, Terrorismus,Vergewaltigung und Slut-Shaming. Das Drehbuch ist lose basiert auf „Slut: The Play“, einem Broadwaystück aus dem Jahr 2013. Es ist keine Show für den leichten Magen, sondern eine Momentaufnahme von Jugendlichen mit all ihren Gedanken und Probleme.

Die Kameraführung ist zum Teil verwackelt und fokussiert vorallem auf die Gesichter der Charaktere. Die spärliche Beleuchtung lässt New York und Umgebung sehr düster und grau aussehen.

Bewertung

Alles in allem wird „Grand Army“ vorallem von den starken schauspielerischen Leistung der jungen Besetzung getragen. Odessa A`zion Adlon, welche den Hauptcharakter „Joey del Marco“ zum Leben erweckt, balanciert die Selbstbewusstheit des Popular Girls gekonnt und gleicht sie mit einer verletzlichen Seite aus. Odley Jean verkörpert als Dom eine junge Frau, welche viel auf ihren Schultern tragen muss aber eine unglaubliche Standhaftigkeit ausstrahlt.

Joey ist nicht nur das Popular Girl und Sid ist nicht nur ein ehrgeiziger Schwimmer, „Grand Army“ gräbt tiefer und versucht die wahren Gesichter der jungen Schüler zu zeigen. Natürlich verfällt die Serie in ein paar Muster von üblichen Teen-Serien und erinnert in einzelnen Szenen an „13 Reasons Why“ oder „Euphoria“. Dennoch versucht die Serie meiner Meinung nach die Realität des Teenager-Daseins im 21. Jahrhundert darzustellen, vielleicht unperfekt aber sicher ehrlich und unbeschönigt.

P.S : „Grand Army“ beeinhaltet gewaltvolle Szenen, sexuelle Übergriffe und ganz zu Beginn ein Terroranschlag. Wer sich nicht wohl fühlt diesen Inhalt anzuschauen, sollte Folge 1 und Folge 3 auslassen.

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