Es gibt verschiedene Arten zu reisen – sei es alleine, mit Freunden, Familie oder eben mit einer Gruppe. Und genau so eine Gruppenreise habe ich Ende Januar ausprobiert.

Der Anbieter

Für Gruppenreisen gibt es diverse verschiedene Anbieter in unterschiedlichen Ländern. Ich habe mich hierbei auch viel umgeschaut, was es so gibt. Schlussendlich habe ich mich aber etwas von Instagram leiten lassen. Denn dort wurde mir immer wieder Werbung von Join the Crew (JTC) angezeigt. Eine Plattform, die Gruppenreisen an unterschiedliche Orte anbietet und zu verschiedenen Themen.

Ich würde aber sagen, dass man selbst für sich entscheiden muss, welchen Anbieter man wählt, und dort auch auf die inbegriffenen Leistungen schauen sollte. Oder vielleicht auch auf Erfahrungen aus seinem Umfeld vertraut. Schlussendlich würde ich aber auch behaupten, dass es darum geht, etwas auszuprobieren.

Über Join the Crew

Als Join the Crew ihre Tätigkeit aufgenommen hat, gab es erstmals nur Segeltouren im Angebot. Nach und nach haben sie ihre Kategorien und Reiseziele erweitert. Die Touren von JTC gibt es auf Deutsch oder auch in Englisch. Dafür kann man auf der Webseite die Flagge ändern und ist dann mit Personen aus unterschiedlichen Ländern in einer Gruppe. Die Gruppen sind dabei immer relativ klein: zwischen 8 und 14 Leute pro Crew im Alter zwischen 20 und 39 Jahren. Dadurch ist es einfacher, einen guten Crew-Spirit zu finden und es entstehen teilweise auch gute Freundschaften oder sogar Beziehungen.

Die Crew

Bei meiner Crew hatte es Personen aus Deutschland, Österreich und noch eine weitere Schweizerin. Unsere Guide hat direkt vor Ort gewohnt und hatte dadurch den Vorteil, dass sie die Region bereits bestens kannte. Da die Anfrage nach dieser erstmaligen Tour so gross war, haben sie noch eine zweite Crew gemacht.

Meine Crew war ein wild durchmischter Haufen von unterschiedlichen Persönlichkeiten, welche sich gut ergänzt haben. Da wir uns zu zehnt ein Bad teilen mussten, war es wichtig, auf die anderen Rücksicht zu nehmen, aber das hat erstaunlich gut geklappt. Wir haben ausserdem jeweils wechselnd den Einkauf, das Kochen oder den Abwasch erledigt. Denn in der Gruppe haben wir jeweils gemeinsam gekocht und Znacht gegessen.

Da nicht immer alle die gleichen Aktivitäten machen wollten, kam es auch vor, dass sich die Gruppe aufgeteilt hat. Aber das hat immer gut geklappt. Wir hatten aber auch Aktivitäten, die wir als ganze Gruppe oder sogar mit der zweiten Gruppe gemeinsam gemacht haben. Das war dann immer noch eine Extraportion Crew-Spirit.

Das Programm

Bei den Aktivitäten werde ich jeweils in einer Kurzfassung erklären, was wir gemacht haben.

Am ersten Abend haben wir zuerst die Stadt erkundet und einander kennengelernt. Am zweiten Tag waren wir Kajak fahren, was wirklich etwas Magisches hatte. Denn zuerst mussten wir durch den Slush paddeln, und dann ging es aufs offene Meer. Da wir so schnell waren, sind wir weit nach draussen gepaddelt und haben dort sogar Robben ganz in der Nähe gesehen. Am Abend haben wir uns bei einer Bootstour auf die Suche nach Polarlichtern gemacht. Diese waren allerdings leider nur schwach zu sehen, weshalb wir eine Second-Chance-Tour später in der Woche machen konnten.

Den zweiten Tag haben wir gemütlich begonnen und uns anschliessend aufgeteilt. Die eine Gruppe ist auf den Fjellheisen gewandert und nach der Pause heruntergerutscht, und ein paar haben die Seilbahn genommen. Oben haben wir uns dann getroffen für eine Kaffeepause. Die Aussicht von dort oben war einfach atemberaubend. Den Tag haben haben wir mit verschiedenen Spielen ausklingen lassen.

Am dritten Tag war eine Bootstour zum Whale Watching angedacht. Da es einige Wellen hatte, war es für viele eine Herausforderung, dass einem nicht schlecht wurde. Die Aussicht an sich war aber sehr schön und die Sonnenaufgänge sind immer etwas Besonderes. Am Abend haben wir uns wieder aufgeteilt, doch alle haben die Polarlichter gesehen: die einen etwas stärker, die anderen etwas weniger.

Den vierten Tag haben wir bei unseren tierischen Freunden verbracht. Wir sind in ein Tal gefahren, in dem es nochmals einige Grade kälter war und, haben dort eine Husky-Schlittentour gemacht. Ein Hund aus meiner Gruppe war etwas hyperaktiv und ist immer in die Höhe gesprungen. Aber das war auch seine Aufgabe, denn der mittlere Hund ist der Motivator.

Am fünften Tag hat sich die Gruppe nochmals aufgeteilt. Ich bin mit einer weiteren Person zum Arctic Floating gegangen, und anschliessend noch ins Polaria, das Seehundebecken. Eine andere Gruppe hat eine Wanderung gemacht, und wieder andere sind Tourenski gefahren. Am Abend sind wir dann alle zusammen auf unsere Second Chance Bootstour gegangen.

Am letzten ganzen Tag haben wir uns nochmals auf zu einem tierischen Abenteuer gemacht. Wir haben die Rentiere besucht, konnten diese füttern und haben Geschichten von einem Sami erzählt bekommen. Unseren letzten gemeinsamen Abend haben wir bei einem Znacht auswärts ausklingen lassen. Am nächsten Tag sind wir dann alle nacheinander abgereist.

Fazit

Ich muss sagen, dass es eine wirklich tolle Erfahrung war, und dadurch, dass unsere Guide die Region kannte, war das natürlich ein Vorteil für uns. Ausserdem haben wir als Gruppe teilweise Rabatte bei den Aktivitäten erhalten. Die Crew war super und wir hatten eine gute Zeit und schöne Crew-Momente. Auf der anderen Seite muss ich aber auch sagen, dass alleine oder zu zweit reisen etwas einfacher ist. Da hat man auch eher mal etwas Ruhe und kann anders planen.

Geschrieben von:

Was ist deine Meinung? Schreib einen Kommentar!