Am 8. August spielten die sieben besten Acts des diesjährigen Band-it um die Podestplätze und brachten das Publikum der Winterthurer Musikfestwochen zum Tanzen.

«Ich habe das Gefühl, die Luft ist so elektrisch», sagte Anna, welche dieses Jahr das Finale moderierte. Und da ist tatsächlich etwas dran. An diesem Nachmittag war die Stimmung aufgeladen mit den unterschiedlichsten Sounds. Von instrumentalem Rock, melancholischen Indie-Songs, bis hin zu schnellem Rap war alles dabei.

Grosse Chance für junge Menschen
Das Band-it ist ein Musikwettbewerb für Nachwuchstalente aus dem Kanton Zürich. Es ist DIE Gelegenheit für junge Musikerinnen und Musiker auf die Bühne zu treten, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und sich von deren Musik inspirieren zu lassen. Darüber hinaus profitieren sie nach ihren Auftritten von konstruktivem Feedback der Jury. Doch am Band-it geht es nicht nur darum, wer die beste Performance abliefert, sondern vor allem darum, dass man Spass am Musikmachen hat.

Dieses Jahr standen knapp 50 Acts in sechs Qualifikationen auf verschiedenen Bühnen und die besten sieben haben sich für das Finale qualifiziert: Mosaika, Spring, Bloo Lobster, Däshy, AskAlberto, Kiamone und Buzz Kid. Zudem spielte die beste Schülerband «Tokio Dome» am Samstag als abschliessender Act und brachte mit ihrem Bläsersatz die nicht alltäglichen Coversongs voll zur Geltung.

Schülerband Tokio Dome

Unterhaltung pur
Damit es zwischen den Acts niemandem langweilig wurde, hat die Moderatorin Anna die Zuschauenden unterhalten und sie mit Freude durch den Nachmittag begleitet. «Am Anfang war ich nervös, aber jetzt fühle ich mich mega wohl», sagte sie zum Gefühl, wenn sie auf der Bühne steht. Denn es ist das erste Jahr, dass Anna am Band-it moderiert. Nebst den Ankündigungen der Künstlerinnen und Künstler und dem Vermitteln von Informationen übers Band-it, interviewte sie auch ein Jurymitglied und den Teilnehmenden «Däshy» direkt auf der Bühne. Es gab also immer etwas zu tun.

Moderatorin Anna

Vielfalt
Am Band-it kommen so viele verschiedene Musikstile zusammen, weshalb es meiner Meinung nach der ideale Ort ist, um neue Musik kennenzulernen und sich von unbekannten Sounds inspirieren zu lassen. Es gab atmosphärischen Synth Rap von Spring, abwechselnde Gitarrenimprovisationen von Bloo Lobster und warme, jazzige Klänge von AskAlberto mit internationalem Flair.

Wer gewinnt das Band-it?
Wie soll man sich zwischen sieben völlig unterschiedlichen Acts für die Besten entscheiden? Zum Glück war das nicht die Aufgabe des Publikums, sondern die der erfahrenen Jury. Für die Rangverkündigung trat die Gewinnerband des letzten Jahres «AMOS» auf die Bühne und gab die besten vier Acts bekannt.

Mosaika schaffte es auf den vierten Platz. Zu fünft kreierten sie die perfekte Stimmung für den Start des Band-it Finales. Sie spielten eigens aufs Finale hin komponierte Songs mit einer melancholischen Note, die im Genre Indie-Pop angesiedelt sind. Ausserdem haben sie in einer Bandbreite an Sprachen gesungen, von Schweizerdeutsch und Englisch bis hin zu spanischen Texten. Das kreierte eine harmonische Stimmung auf der Bühne und zeigte, wie vielseitig ihre Musik ist.

Er brachte richtig viel Energie mit auf die Bühne. Däshy hat zusammen mit Sonara gezeigt, was es heisst, schweizerdeutschen Rap zu rocken und schaffte es am Ende des Tages auf den dritten Platz. Wenn er auf der Bühne steht, merkt man, dass er es liebt, Musik zu machen und das Publikum mit seiner Performance mitzureissen. Seine Songtexte handeln von alltäglichen Gefühlen, die er mit der Welt teilen möchte. Kurz bevor sein Auftritt zu Ende ging, kündigte er den Release seiner ersten EP «äähm sie?» an.

Den zweiten Platz holte sich Buzz Kid. Er widmet sich ebenfalls der Rapmusik und beschreibt seine Musik als «irgendwo zwischen lustigen Wortspielen, ironischer Angeberei, Kifferbars und Raucherecken Talk». Er rappt authentisch über das, was ihm im Kopf herumschwirrt. Mit seinem DJ und Beat Producer Spring, ebenfalls ein Finalact, zeigte er, dass Winterthur für Rap zu begeistern ist.

Schliesslich fehlte nur noch ein Name, der das Podest vervollständigen sollte: Auf den fantastischen ersten Platz hat es das Instrumentaltrio Kiamone geschafft. Sie überzeugten sowohl die Jury als auch das Publikum mit rockigen Riffs, Gitarrenloops, schönen Solis und einem Mix aus verschiedenen Musikrichtungen. Selten war ein Konzert so vielschichtig und unterhaltsam. Herzliche Gratulation! Stay tuned für das detaillierte Interview nächste Woche.

Kiamone bei der Rangverkündigung

Komm vorbei!
Als krönender Abschluss des diesjährigen Band-it spielen die vier besten Acts nochmals am 30. August im Moods in Zürich. Dabei wird für sie ein professionelles Livevideo gedreht. Wenn du sie am Finale verpasst hast, ist das deine Chance, Kiamone, Buzz Kid, Däshy und Mosaika live zu erleben.

Ort: Moods, Schiffbauplatz, 8005 Zürich
Datum: Sonntag, 30. August 2026
Türöffnung: 18:00 Uhr
Eintritt: kostenlos

Die Bilder in diesem Artikel stammen von Matti Flückiger.

Geschrieben von:

Was ist deine Meinung? Schreib einen Kommentar!