Die Biene ist klein und doch stecken in ihr viele Wunder. Sie kann nicht nur Honig machen, sondern noch vieles mehr. Mehr als wir erwarten oder wie ich gerne sage: „Klein aber oho!“

Das Sehen

Die Bienen verarbeiten Farbreize fünfmal schneller als wir. Das bedeutet, sie können während ihres Fluges besser Blüten erkennen als wir das tun könnten. Sie haben Facettenaugen, die zu einer hohen zeitlichen Auflösung beitragen und können 300 Bilder pro Sekunde sehen. Dadurch können Bienen bewegte Objekte besser wahrnehmen. Sie können ausserdem UV-Licht sehen aber kein rotes Licht. Entfernte Objekte sehen sie jedoch unscharf und rasterartig.

Gedächtnis

Da ihr Leben von Pheromonen (Duftstoffe) bestimmt wird, müssen sie vieles merken. So können sie einen Duft wiederkennen oder neu lernen. Aber sie merken sich nicht nur Düfte, sondern sie sind auch Meister der Orientierung. Wenn die Bienen zum ersten Mal aus dem Bienenstock fliegen, machen sie Erkundungsflüge in der Nähe des Stockes. Sie prägen sich alle markanten Landschaftsmerkmale ein z.B. einen grossen Baum oder ein Haus. Diese speichern sie in ein kartenartiges Raumgedächtnis, das sich immer weiterentwickelt und dessen Grundausrichtung von der Sonne bestimmt wird. Jede Biene besitzt eine innere Uhr. So können sie den aktuellen Stand der Sonne mit der Karte in Verbindung bringen. Das können sie auch während der Nacht oder wenn sie im Stock sind. Wenn sie wissen wollen, wie weit etwas ist, nehmen sie die zeitliche Auflösung der Augen und die Anstrengung beim Flug zu Hilfe.

Kommunikation

Im Bienenstock herrscht für uns Menschen ein Riesenchaos. Tatsächlich gibt es ein solchen für die Bienen aber dank ihrer Kommunikation gar nicht. Die Kommunikation erfolgt hauptsächlich über Tasten, Wahrnehmung von Vibrationen und Düfte. Es gibt drei Kommunikationsarten: Tanz, Füttern und Pheromone. Wenn eine Biene tanzt, nehmen die anderen Bienen Vibrationen wahr und so können sie Informationen aufnehmen. Wenn eine Biene eine andere Biene füttert, tauscht sie die Information über das Futter z.B. Zuckergehalt. Weiter sind die Pheromone wichtig für die Kommunikation. Denn jeder Duft hat eine andere Information, einen anderen Duft.

Mathematikerinnen

Die Biene kann rechnen. Dies haben Wissenschaftler mit einem Experiment herausgefunden. Sie haben in eine von zwei Röhren Futter reingetan. Auf jeder der Röhren haben sie Objekte gemalt z.B. drei Zitronen und vier Blätter. Die Bienen merkten sich die Anzahl der Objekte auf der Röhre, wo das Futter war. Diese Fähigkeiten nutzen sie vor allem, um sich die Anzahl z.B. von Häusern zu merken. Um Matheaufgaben zu lösen, reicht die Fähigkeit aber noch nicht…

Die neuen Schnüffler für Drogen und Co.

Ihr habt richtig gelesen: Bienen können Drogen erschnüffeln. Da sie über 60.000 Duftrezeptoren auf ihren Fühlern haben, können sie aus der Ferne kleine, winzigste Duftmoleküle riechen und die Richtung bestimmen. Sie können sogar besser riechen als Hunde. Ist das nicht krass? So klein und doch können sie einfach Drogen oder sogar Sprengstoff finden. Es gibt aber einen Haken: Ein solches Experiment funktioniert zwar im Labor, nicht aber im Freien. Denn wenn eine Biene eine Weide mit vollen Blumen riecht, lässt sie dich in Stich, fliegt zur Weide und sammelt fleissig ihre Pollen. Schade. So müssen die Spurhunde keine Angst haben, dass sie ihren Job verlieren. 🙂

Bienen in Zahlen

Pro Tag…
  • …..bestäubt die Biene rund 3.000 Blüte
  • …..macht die Biene 30 Ausflüge
Pro Jahr
  • …..fliegt ein Bienenvolk 36 Millionen Flugkilometer
  • …..erreicht ein Bienenvolk 900 Erdumrundungen
Weitere Fakten..
  • Eine Biene fliegt 30 km/h
  • Eine Biene wiegt 82 mg
  • Ein Bienenvolk besteht aus 40’000 bis 80’000 Bienen
Weitere interessante Fakten über die Biene

Fazit

Man kommt zum Schluss, dass die Bienen nicht nur Honigmacherinnen sind, sondern viel mehr. Sie haben ein unglaubliches Leben und leisten wirklich Schwerstarbeit. Nächstes Mal werde ich euch über den Honig und seine Geheimnisse berichten.

Quellen
Geschrieben von:

Svět je malý a o náhody tu není nouze.

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