In diesem Artikel werde ich euch den ersten Band von Flügelschatten von der Autorin Carolin Herrmann vorstellen. Ein besonderes Buch, welches vor allem Fantasyliebhabern gefallen wird.

Ist Bree wirklich ein Monster?

Ihre Erinnerung sind einfach weg, ein grosses leeres Loch tut sich vor ihr auf und Visionen lassen sie in Ohnmacht fallen. Ihre Flügel sind zerfetzt, während andere Bewohner des Dorfes gar keine mehr haben. Was wohl geschehen sein mag? Das Einzige, was sie weiss, ist, dass ihre Gier nach Blut echt ist.

Blut, überall Blut, es … riecht … so …. gut.

In der Villa findet sie Unterschlupf. Doch grosses Missvertrauen schlägt ihr entgegen. Alles ist beengend hier und sie würde lieber wieder im Wald auf einem Baum ihr Nachtlager aufschlagen. Sie ist anders als die Anderen, einzigartig. Ihre Augen strahlen gestochen scharf in einem violett. Konflikte sind also vorprogrammiert. Sie wird geduldet, doch in ihr sehen alle nur ein blutrünstiges Monster. Eine Anhängerin der Schattenelfen soll sie oder gar für die Königin ausspionieren. Einzig Celdon scheint sich ihr langsam annähern zu wollen. Celdon, der ihr diesen Namen „Bree“ gegeben hat. Ach ja und drei kleinen quirlige Feen, welche um ihr perfektes styling bemüht sind. schwirren um Bree herum. Die Welt scheint für einen kurzen Moment in Ordnung zu sein, doch ausserhalb der Villa herrscht ein tobender Krieg.

„Was er mir über diese Kalte Königin erzählt, klingt stets so fremd und eigenartig, schrecklich gewiss, trotzdem kann ich irgendwie keine Empfingen finden, die mich dabei erfüllt.“

Meine Einschätzung

Wer nun an Maleficent denkt, hatte denselben ersten Gedanken wie ich. Die Elfen, die Flügel und die Beschreibungen haben meine innere Fantasie auf den grünen Wald und die Moore geleitet. Viele Seiten lang wurde ich das Bild in meinem inneren Auge nicht los. Könnte es die Vorgeschichte sein? Oder hat sich die Autorin von der Geschichte inspirieren lassen? Während ich noch über die Fragen grübelte, nahm die Geschichte im Buch plötzlich immer mehr andere Wendungen und führte langsam, behutsam aber sehr detailreich mit wenigen Schauplätzen in die Haupthandlung des Buches ein. Obwohl das Buch der Fantasy Genre angesiedelt werden kann, werden nur einige wenige neue Wörter erschaffen, was das Buch sehr sympathisch macht.

Über die Autorin und das Buch

Das Buch ist immer in der Ich-Perspektive erzählt, jedoch werden die Kapitel jeweils unterschiedlichen Hauptcharakteren des Buches zugeteilt. So sieht der Leser tiefe Einblicke in verschiedene Sichtweisen, Gedanken und Sprache. Vor allem Bree und Celdon stehen hierbei im Vordergrund. Die Schauplätze sind Anfangs sehr übersichtlich Gestaltet (Wald, Villa) und man wird langsam in die Fantasywelt eingeführt.

Die Autorin, Carolin Herrmann, wurde im Jahr 2000 geboren und ist somit eine sehr junge Autorin. Neben „Flügelschatten“ ist auch ihr Buch „das Mädchen, das die Träume webt“ erschienen. Aktuell studiert sie Grundschullehramt für Deutsch und Religion.

Fazit

Die ersten Kapitel lassen den Leser im Dunkeln tappen und es benötigt Geduld, doch wer sich auf darauf einlassen kann wird nicht enttäuscht. Neben Fantasyhaften Gestalten und einer wundervollen Welt mit mystischen Orten kommen doch die alltäglichen Themen nicht zu kurz. Vertrauen, Verrat, eine Liebesgeschichte und wie die kleinen Feen sagen würden „richtig Gekleidet zu sein, ist sehr wichtig“. Mit rund 383 Seiten ist das Buch nicht so schnell aus den Händen zu legen, wenn die Leselust einen gepackt hat.

Vor allem das Ende ist ein richtiger Cliffhanger – alles deutet also auf einen genauso spannenden zweiten Teil hin.

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