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Tristan Scherer

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Mit Kontrabass und Loopstation spielte sie sich auf den 1. Platz des diesjährigen Band-it: FOLLIA. Die junge Nachwuchsmusikerin aus dem Kanton Zürich überzeugt auf der Bühne mit starken Texten, grossem musikalischem Können und einer authentischen Performance. Tize hat sie gleich nach der Rangverkündigung zum Interview getroffen.


Liebe FOLLIA, vor wenigen Minuten wurdest du zur Gewinnerin des diesjährigen Band-it gekürt. Herzlichen Glückwunsch!

Vielen Dank, ich freue mich riesig, auch wenn ich das erst noch richtig realisieren muss.

Du warst ziemlich sprachlos…

Und ich bin es noch immer! Ich freue mich wirklich, wirklich sehr über diese Platzierung. Viel mehr kann ich aber auch jetzt noch nicht dazu sagen! (lacht)

Diese Gelassenheit könnte tatsächlich auch die Fortsetzung deines Auftritts sein. Du überzeugst mit schlichter Einfachheit, vermittelst mit deinem Kontrabass und deutschen Texten ganz unaufgeregt tiefe Emotionen. 

Schön, dass das so ankommt! Ich lege grossen Wert auf ehrliche Texte und schreibe sie, gleich wie die Melodie dazu, selber. Gute Texte sind mir genau gleich wichtig wie eine starke Melodie dazu.

Bild: Ethan Welty

Wie kam es überhaupt zu deiner Band-it Anmeldung?

Ich fand die Gewinnerband vom vergangenen Jahr, Fräulein Luise, unglaublich inspirierend. Sie hatten einen starken Auftritt hingelegt und mich dazu bewogen, mich für die diesjährige Austragung anzumelden.

Hat das viel Überwindung gebraucht? 

Ich stehe zum Glück schon seit 13 Jahren immer wieder auf der Bühne, das hat es etwas einfacher gemacht. Damals hatte mich mein Kontrabasslehrer in einer absoluten Selbstverständlichkeit auf die Bühne gestellt, eine ziemlich bleibende Erfahrung. Das Schöne war, dass er mir auch meinen ersten Auftritt als Chance und nicht als Risiko vermittelt hatte. Er gab mir immer das Gefühl, dass das Musizieren vor Publikum Spass macht und eine tolle Erfahrung ist. Diese Haltung gab mir damals grosses Selbstvertrauen, was mir auch heute noch in solchen Situationen dient.

Übrigens: Auch ohne langjährige  Bühnenerfahrung würde ich jungen Musikschaffenden unbedingt empfehlen, am Band-it teilzunehmen. Man kann hier nur gewinnen! Wichtig scheint mir, dass man dabei seine Werte kennt und wirklich auch Lust auf die Bühne hat.

Deine Teilnahme dieses Jahr hat sich in jeglicher Hinsicht gelohnt: Von der Band-it-Jury gab’s Platz 1, vom Publikum grossen Applaus. Wie zufrieden bist du mit deinem heutigen Auftritt?

Eine Wettbewerbssituation erlebt man ganz anders als ein «normales» Konzert. Ich war zu Beginn sehr nervös, habe dann aber probiert, den Contest auszublenden und den Moment zu geniessen. Das hat ganz gut geklappt. 

Geholfen hat aber sicher auch das wundervolle Publikum an den Musikfestwochen. Es war sehr wohlwollend. Das gab mir zusätzliche Sicherheit und ich wusste: „Hüt chunnts guet!“

Bild: Ethan Welty

Mit dem Gewinn erhältst du auch Fördergelder im Wert von 3‘000 Fr.. Weisst du schon, wie es für dich nun weitergeht?

Ich werde das Geld wohl in Studioaufnahmen investieren. Zeit im Studio ist sehr teuer, da kann ich das gut gebrauchen. 

Auch sonst wird die Musik weiterhin mein «main focus» bleiben: Ich studiere aktuell klassischen Kontrabass an der ZHdK, dazu möchte ich weiterhin an meinem Songwriting und dem Auftritt auf der Bühne arbeiten. Der Kontrabass wird dabei immer Teil meiner Reise sein.

Als nächstes zieht es FOLLIA und ihren Kontrabass auf den Zürcher Schiffsbauplatz. Zusammen mit den weiteren Band-it-Gewinner*innen wird sie dort am Sonntag, 18. September für dich und deine Freunde kostenlos performen. Alle Details dazu findest du unter band-it.ch


Das Band-it ist ein Musikwettbewerb für junge Talente und bietet den Teilnehmer*innen die Möglichkeit, professionelle Auftrittserfahrung zu sammeln, neue Kontakte zu knüpfen und unter tosendem Applaus im grellen Rampenlicht die Bühne zu rocken. Mehr über den angesagten Newcomer Contest aus dem Kanton Zürich findest du unter band-it.ch

Sie sind 19 Jahre jung, kommen aus der Stadt Zürich und begeistern mit ihrem ganz eigenen Genre «multilingue erotic rock and guitar porn»: FJÄLLA. Hinter der Band stehen Paula, Emilio, Ulla und Anouk. Im Interview mit tize.ch verrät uns Paula, was für Sound wir hinter dem eigens kreierten Genre erwarten dürfen und was sich FJÄLLA von der Teilnahme am diesjährigen «Band-it» erhoffen.

Heute Abend startet die 45. Austragung der Schweizer Jugendfilmtage. Am Online-Festival misst sich noch bis am Sonntagabend der Filmnachwuchs in fünf Wettbewerbskategorien und zelebriert Bewegtbild in all seinen Formen. tize.ch gibt dir einen Überblick.

Den Schweizer Filmnachwuchs fördern und fordern, das ist die Devise der Festivalorganisatorinnen Katja Morand und Ivana Kvesic. Während dem dies in «normalen» Zeiten im Zürcher Theater der Künste und im Kino Xenix vonstatten geht, müssen die Schweizer Jugendfilmtage dieses Jahr zum zweiten Mal auf eine physische Austragung ihres Festivals verzichten. «Wir nutzen die neuen Online-Möglichkeiten, um für die Filmschaffenden und das Publikum ein unvergessliches Online-Festivalerlebnis anzubieten.», lassen die Festivalleiterinnen in einer Mitteilung verkünden. Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Festivalprogramm um einige Punkte erweitert werden, so bietet sich Interessierten mit «Achterbahn #connect» erstmals auch die Möglichkeit, in verschiedenen Zoom-Räumen zu networken und diskutieren.

Eröffnung im Livestream

Eröffnet werden die Schweizer Jugendfilmtage heute Abend um 19.30 mit der Weltpremiere von «Verzasca in Red». Der Film wurde von der Gewinnerin des letztjährigen Pitchingwettbewerbs «Klappe Auf!» produziert. Gestreamt wird die Fesitvaleröffnung live aus dem Dynamo Zürich. Hier kannst du live mit dabei sein.

Bild: SJFT
«Verzasca in Red» feiert an den SJFT Premiere

45 Kurzfilme am Filmwettbewerb

Herzstück der Jugendfilmtage bildet auch in diesem Jahr der Filmwettbewerb, der mit Preisen im Gesamtwert von 16’000 Fr. lockt. Insgesamt 45 Kurzfilme aus der ganzen Schweiz treten in fünf Kategorien gegeneinander an. Bewertet werden die Produktionen der jungen Filmschaffenden dabei von Fachleuten aus der Medienbranche – und einer Gewinnerin der letztjährigen Austragung.

Nebst dem Filmwettbewerb werden an den Jugendfilmtagen aber auch andere Werke gezeigt. So auch drei Kurzfilme zum Thema «Hold Me Tight», die im Rahmen des «BorderPass» Filmworkshops entstanden sind. «BorderPass», weil Jugendlich aus mehreren Ländern – aus der Schweiz, Serbien, Bosnien und Herzegowina – gemeinsam ins Projekt involviert waren. Anschliessend an die Kurzfilme findet jeweils eine Podiumsdiskussion mit den beteiligten Jugendlichen statt. Auch ein Konzert, ein ausgedehnter Fokus zum Thema «Mexiko» mit den Programmen «Identities» und «New Mexican Storytelling» und einzelne Langspielfilme finden im Programm der diesjährigen Jugendfilmtage Platz.

«Talent Camp» als neuer Programmpunkt

Nebst den altbewährten Programmpunkten, hieven die Organisatoren dieses Jahr auch zwei Neuheiten ins Programm. Nebst dem forumsartigen «Achterbahn #connect» findet man 2021 auch das «Talent Camp» im Programm. Schliesslich gilt: 45 Jahre Schweizer Jugendfilmtage, das soll gefeiert werden! «Wir möchten, dass junge Talente zwischen 18 und 25 aus der Schweiz und den umliegenden Ländern ein Teil dieses Meilensteins werden.», lassen die Festivalleiterinnen in einer Medienmitteilung verkünden. Ermöglicht werden soll dies, indem die «SJFT» Jugendlichen die Möglichkeit bieten, sich drei Tage lang intensiv mit dem Filmemachen zu beschäftigen. «Die Teilnehmer*innen werden die Chance haben, sich online zu vernetzen (…) und mit Filmschaffenden wie Brendan Tolley, der das Storyboard für AQUAMAN geschrieben hat (…) und vielen mehr zu diskutieren!», so Katja Morand und Ivana Kvesic in der Mitteilung weiter.

Wir möchten, dass junge Talente zwischen 18 und 25 aus der Schweiz und den umliegenden Ländern ein Teil dieses Meilensteinswerden.»

Virtuelle Rooftop-Party zum Festivalschluss

Am Sonntagabend wird sich die diesjährige Austragung der Schweizer Jugendfilmtage bereits wieder dem Ende zu neigen. Mit der Preisverleihung des «Springenden Panthers» um 18 Uhr für die besten Filmprojekte erreicht das Festival seinen Höhepunkt, bevor sich alle Beteiligten zum grossen Finale zu einer virtuellen Rooftop-Party treffen werden. Wir sind gespannt!

Archivbild: Gefüllter Saal zur Preisverleihung

Am kommenden Wochenende findet in Basel die 11. Ausgabe des Jugendkulturfestivals statt. Die Veranstalter versprechen das „bisher grösste und farbigste JKF“. Während der letzten Ausgabe im Jahr 2017 lockte das JKF rund 60’000 Menschen in die Basler Innenstadt. Als das Jugendkulturfestival 1997 das erste Mal durchgeführt wurde, konnte man von solch einer Grösse wohl nur träumen. Damals war das Festival noch regional ausgelegt, verfolgt wurde aber schon vor über 20 Jahre das gleiche Konzept wie heute: Das JKF wollte jugendlichen Kulturschaffenden eine Plattform bieten.