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Levin Stamm

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Thomas Hirschhorn hat es mal wieder geschafft. Das «Enfant terrible» der Schweizer Kunstszene hat grosse Teile der Schweiz zur Empörung gebracht. Diesmal mit einer Ausstellung auf dem Bieler Bahnhofplatz über den Schriftsteller Robert Walser – eine Liebeserkärung von Künstler Hirschhorn an Autor Walser. Die Robert-Walser-Skulptur, so nennt sich Hirschhorns Projekt, ist einmal mehr Ausdruck der verrohten Art mit welcher der Künstler seine Ideen zum Ausdruck bringt.

Christian Dorer, Chefredaktor der BLICK-Gruppe, drückte es treffend aus: «Journalist ist der schönste Beruf der Welt.» Das zeigte das vom 14. bis 20. Juli 2019 ausgetragene BLICK Mediacamp auf eindrückliche Art und Weise. Während einer Woche erhielten zwölf Jugendliche aus der ganzen Deutschschweiz die Möglichkeit, ihren Traumberuf während einer Woche etwas näher kennenzulernen. Im Einsatz in den verschiedensten Ressorts, wie etwa News, Sport, Politik oder People, unterstrichen die Nachwuchstalente ihre journalistischen Ambitionen: Schreibend, filmend, postend oder moderierend. «Mit dieser Woche hat sich für mich ein lang gehegter Traum erfüllt», sagt Tim (19) aus Ursenbach, der das Videoressort mit seinem Technikwissen unterstützte. «Endlich konnte ich mich austoben.»

Oft sitzt er einfach nur da und lauscht. Den Menschen um ihn herum, die unaufhörlich vor sich hin quasseln, dem Wind, der durch den Raum pfeift, oder der Stille, die manch anderer schlicht nicht erträgt. Meist ein Bein lässig übers andere geschlagen, seine hageren Körper in einer gebückten Haltung, hat er das Gesicht zu einem amüsierten lächeln verzogen, das seine markigen Gesichtszüge und die ihn auszeichnende Zahnlücke herausstreicht. Abdalle ist kein Mann der grossen Worte. Er braucht sie nicht. Das Leben hat dem 19-Jährigen zu oft ein Schnippchen geschlagen, als dass er sich in langen Reden profilieren würde. Stattdessen lacht er der Absurdität des Lebens ins Gesicht und akzeptiert sie – egal, wie hoffnungs- und sinnlos sie manchmal erscheinen mag. Das Bewusstsein, dass uns die menschliche Existenz ein einziges Rätsel bleibt, scheint seinen Charakter geformt zu haben.

Sie kommen ausgerüstet mit Profikamera, mehreren Ersatzobjektiven, manchmal sogar mit Stativ. Die Haut ist leicht gerötet von der ungewohnten Sonneneinstrahlung. Ein Duft aus Sonnencreme und Schweiss liegt in der Luft, während sie sich unbeirrt den Weg freistapfen. Ein Bild hier, eines da. Kein Motiv ist zu belanglos, keine Menschenmasse zu gross. Dann geht es wieder in den Bus, zur nächsten Destination. Der Tourist ist da!

Gross war die internationale Aufregung, als das kubanische Parlament am Sonntag in Havanna die Verfassungsreform guthiess. Mit einem Schlag wurde die kubanische Identität, die die Geschichte des Landes und das Leben der Menschen während den letzten 60 Jahren geprägt hatte, aus der kubanischen Verfassung gestrichen. Das Ziel der „Schaffung einer kommunistischen Gesellschaft“ ist im Artikel fünf nicht mehr zu finden.

Wir schreiben das Jahr 1969. Die Entstehung der 68er-Bewegung liegt noch kein Jahr zurück. Der Prager Frühling, die März-unruhen in Polen, der Pariser Mai und viele weitere Aufstände in Europa und den Vereinigten Staaten haben ein neues politisches Selbstverständnis der Jugend mit sich gebracht. Von den neuen Linken wird gesprochen. Der Begriff beschreibt das Hervortreten von politischen Bewegungen, deren ideologische Schwerpunkte sich hauptsächlich aus progressistischen und internationalistischen Ideen zusammensetzten. Frauenrechte, Umweltschutz, etc. werden binnen eines Jahres auf die Agenda der internationalen Politik gehievt.

Man hatte ihn bereits als den neuen Shootingstar der italienischen Politik gefeiert. Giuseppe Conte war gerade erst durch Matteo Salvini und Luigi di Maio als neuer Ministerpräsident vorgeschlagen, sollte es diesem gelingen, die von Italien so dringend benötigte Regierung zu bilden.