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Benedikt Kaiser

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In diesen Wochen finden schweizweit die Maturitätsprüfungen statt, oder besser gesagt, finden normalerweise schweizweit die Maturitätsprüfungen statt. Der Bundesrat hat nämlich aufgrund des Coronavirus beschlossen, den einzelnen Kantonen die Entscheidungshoheit über die Durchführung dieser Prüfungen zu überlassen. Während einige Kantone komplett darauf verzichten, halten andere ganz oder teilweise daran fest.

Corona, Corona und nochmal Corona: Gefühlt gibt es momentan nur ein einziges Thema. Egal ob in den Medien, am Familientisch oder in der Freizeit, das Virus dominiert unser Leben. Und obwohl es mir in den letzten Wochen nie langweilig war und ich immer ein neues Projekt fand, das ich schon lange einmal in Angriff nehmen wollte, reicht es nun langsam. Ich sehne mich nach einem Treffen mit Freunden, Trainings im Team und weniger Familie.

Seit jeher bekomme ich jedes Jahr an Weihnachten ein Geschenk, auf das ich vor allem früher liebend gern verzichtet hätte. Meine Mutter hat es nämlich zur Tradition gemacht, dann die ganze Familie mit einem «Kultur-Geschenk» zu beglücken. Dabei handelt es sich um Eintritte ins Theater, in Opern oder zu sonstigen, gerade kulturell aktuellen Highlights in der Region Basel. Wegen im Grunde guter Erfahrungen hat sich meine Abneigung gegenüber diesen «Geschenken» jedoch gelegt und so nahm ich kürzlich sogar die ausserweihnächtliche Einladung in die Oper «Il barbiere di Siviglia» an, eine Oper, die gerade in dieser Inszenierung in Basel definitiv Lust auf mehr macht.

Am nächsten Sonntag stimmt die Schweizer Stimmbevölkerung über zwei Vorlagen ab. Zum einen ist dies die Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen», zum anderen geht es um eine Änderung des Strafgesetzbuches und des Militärstrafgesetzes, die neu ein Verbot der Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung beinhalten sollen. Bis morgen Donnerstag kann noch brieflich abgestimmt werden. Falls du jetzt in Panik gerätst, weil du überhaupt keine Ahnung von gar nichts hast, das rote Abstimmungsbüchlein irgendwo verlegt hast und dir sowieso keine Zeit bleibt, dich noch zu informieren, bist du hier genau richtig.

Spätestens seit der Nuklearkatastrophe in Fukushima steht die Atomenergie schwer unter Beschuss. Dies zeigt sich auch in der Schweiz, wo im Rahmen der Energiestrategie 2050 beschlossen wurde, bis in 15 Jahren aus der Atomenergie auszusteigen. Ein erster Schritt wurde kurz vor Weihnachten getan, als das AKW Mühleberg ausser Betrieb genommen wurde. In rund zehn Jahren sollen dann die Reaktoren Beznau I und II stillgelegt werden, Gösgen soll 2029 folgen und Leibstadt 2034. Laut Energiestrategie soll der Ausbau erneuerbarer Energiequellen den Wegfall des Atomstroms laufend kompensieren und bis in 15 Jahren die rund 40% Atomstrom ersetzten können. Dies ist ein ziemlich ambitioniertes Ziel, welches höchstwahrscheinlich nicht realisiert werden kann. Aber was sind die Alternativen?

Ich stamme aus einer Familie, die sehr gerne liest. An Weihnachten hagelt es daher jedes Jahr Bücher, die ich jeweils direkt danach in den Weihnachtsferien verschlinge. Zwar habe ich die diesjährige Bücherflut noch nicht ganz bewältigt, doch das Highlight ist schon ziemlich in Stein gemeisselt. Es handelt sich dabei um den historischen Roman «Teufelskrone» von Rebecca Gablé.

Ich bin Zivi. Das heisst, ich leiste anstelle eines Militärdienstes einen zivilen Ersatzdienst. Im Gegensatz zu früher, als man ziemlich dafür kämpfen musste, genügt heute ein einziger Klick im Internet. Ich wusste nicht wirklich, auf was ich mich da einlasse, denn im Gegensatz zum Militär rekrutiert der Zivildienst nicht aktiv. Beim einzigen obligatorischen Anlass, den man als angehender Zivi besuchen muss, geht es grösstenteils nur um Administratives. Darum möchte ich mit diesem Artikel ein wenig Licht ins Dunkel bringen und berichte über meine Erfahrungen.